In der Nacht auf Samstag ist der ukrainischen Armee ein heftiger Schlag gegen die Luftstreitkräfte von Kreml-Chef Wladimir Putin gelungen. Schauplatz war dabei das Militärflugfeld Taganrog, wo ein Iskander-Raketensystem und zwei Tu-142-Flugzeuge von Drohnen zerstört wurden.
Laut der "Bild" wurde der Militärschlag bereits vom ukrainischen Drohnenkommandeur Robert Brovdi bestätigt. Es ist ein Angriff, der für Russland schwere Folgen haben dürfte, denn die sowjetisch-russischen Seeaufklärungsflugzeuge vom Typ Tupolew Tu-142 haben eine enorme Reichweite und sind für die Streitkräfte Putins nahezu unersetzbar.
Demnach würden die Russen nur mehr wenige dieser Maschinen besitzen. Laut Experten könnte sich der nunmehrige Verlust auf die nördliche Seeüberwachung Russlands auswirken, zumal auch keine moderneren Flieger nachproduziert werden.
Des Weiteren griffen die Ukrainer erst vor wenigen Tagen ein Luftfahrt-Reparaturwerk in Taganrog an, welches Tu-142-Komponenten warten würde. Somit könnte auch die Infrastruktur zur Instandhaltung der Russen-Flieger einen heftigen Schlag erlitten haben.
Neben militärischen Zielen nahm die Ukraine auch wirtschaftlich wichtige Anlagen in der Nacht ins Visier. So wurde der Hafen der Stadt beschossen, wobei ein Tanker und ein Öllager von Drohnen getroffen wurden. Die Folge war ein Brand, bei dem aber niemand verletzt worden sei.
Auch in der nahegelegenen Region Krasnodar kam es zu einem ukrainischen Angriff auf ein Öldepot. Das daraus resultierende Feuer in der Stadt Armawir konnte unter Kontrolle gebracht werden. Zudem wurde auch die Grenzregion Belgorod von Drohnen attackiert. Dabei starben zwei Menschen.