"Ruhe garantieren"

Ausländer müssen in Freibad das Doppelte bezahlen

Ein Freibad in der Schweiz sorgt erneut für Aufregung! Besucher ohne Wohnsitz vor Ort müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen als Einheimische.
André Wilding
30.05.2026, 13:30
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Nach einem umstrittenen Zutrittsverbot im vergangenen Sommer setzt das Freibad im schweizerischen Pruntrut nun auf strengere Eintrittsregeln. Zwar dürfen auswärtige Besucher die Anlage wieder nutzen, für sie gelten jedoch andere Bedingungen als für Ortsansässige.

Wie die Schweizer Plattform "20 Minuten" berichtet, zahlen Erwachsene ohne Wohnsitz in Pruntrut künftig 15 Franken Eintritt. Einwohner kommen hingegen mit 7,50 Franken ins Freibad. Auch bei Jugendlichen ist der Preisunterschied deutlich: Sie bezahlen 10 statt 5 Franken.

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Weitere Vorgaben

Zusätzlich wurden weitere Vorgaben eingeführt. Personen ohne Wohnsitz in Pruntrut sowie ohne Aufenthalts-, Arbeits- oder Niederlassungsbewilligung müssen ihre Eintrittskarte verpflichtend online erwerben. Wer außerdem keine anerkannte Touristenkarte besitzt, muss beim Eintritt einen gültigen Ausweis vorlegen. Werden die Voraussetzungen nicht erfüllt, kann der Zutritt verweigert werden.

Gemeindepräsident Philippe Eggertswyler verteidigt die Maßnahmen. "Es geht nicht darum, Schweizer und Franzosen gegeneinander auszuspielen, sondern darum, die Ruhe zu garantieren", sagt Eggertswyler gegenüber dem Portal.

Bereits im Sommer 2025 hatte das Freibad international für Aufsehen gesorgt. Damals hatte die Gemeinde ausländischen Besuchern den Zutritt vollständig untersagt. Vorausgegangen waren laut Bericht wiederholte Vorfälle mit Gruppen junger Männer aus dem benachbarten Frankreich. Dabei soll es zu Belästigungen von Frauen und Angriffen auf Sicherheitspersonal gekommen sein.

Verbot sorgte für Kritik

Das damalige Verbot sorgte weit über die Landesgrenzen hinaus für Kritik. Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus bezeichnete die Maßnahme als "problematisch und irritierend", während linke Politiker in der Schweiz offen von Rassismus sprachen.

Mit den neuen Eintrittsregeln endet das generelle Verbot für Ausländer zwar, die Debatte um die Maßnahmen dürfte jedoch weitergehen.

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