Das Südkommando der US-Streitkräfte (Southcom) erklärte am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X, das Schiff sei auf "bekannten Drogenschmuggelrouten im östlichen Pazifik" unterwegs und an "Drogenschmuggel-Operationen beteiligt" gewesen.
Auf Videoaufnahmen des Vorfalls ist ein Schiff auf offener See zu sehen, auf dem sich eine Explosion ereignet. Dann wird auf das brennende sinkende Schiffswrack herangezoomt.
Es war bereits der dritte derartige Angriff in dieser Woche. Die Zahl der Toten seit Beginn der US-Angriffe auf angebliche Drogenschmuggelboote im September vergangenen Jahres stieg damit laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf mindestens 198.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump rechtfertigt ihr Vorgehen damit, dass sie sich im Krieg befinde mit "Narko-Terroristen" aus Lateinamerika. Washington hat jedoch nie eindeutige Beweise vorgelegt, dass es sich bei den Getöteten tatsächlich um Drogenschmuggler handelte.
Einige von ihnen waren nach Angaben von Behörden und Angehörigen Fischer. Einige Experten und UN-Vertreter stufen die Angriffe als völkerrechtswidrige außergerichtliche Hinrichtungen ein.