53 Grad im Klassenzimmer

Kinder kollabieren in Schule und müssen sich übergeben

Westeuropa stöhnt unter einer massiven Hitzewelle. Besonders schlimm trifft es den Süden Frankreichs – dort hat die Gluthitze dramatische Folgen.
Newsdesk Heute
29.05.2026, 22:17
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In einer Volksschule im Südwesten Frankreichs zeigte das Thermometer im Inneren sage und schreibe 53 Grad an. Die Schule, die ein Glasdach hat, musste deshalb den Nachmittagsunterricht absagen.

Wie "20 Minuten" berichtet, wurden mehrere Kinder am Donnerstag plötzlich krank: "Ein Kind ist ohnmächtig geworden und mehrere haben sich erbrochen", schilderte der Schulverantwortliche von Soustons, Florian Deygas.

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Das Gebäude stammt aus den 1980er-Jahren und hat einen Gang mit einem einfachen Glasdach. In den letzten Tagen ist es dort so heiß geworden, dass ein Verbleiben in den Klassenräumen unzumutbar war. Aus diesem Grund fällt der Unterricht am Donnerstag und Freitag ab 12 Uhr aus.

Höchste Alarmbereitschaft wegen Hitze

Um die Situation zumindest etwas zu entschärfen, hat die Stadt im Schulhof Wassersprüh-Anlagen aufgestellt. Außerdem dürfen betroffene Familien gratis ins Schwimmbad. Die Renovierung der Schule, die rund 350 Kinder besuchen, wird laut Deygas mindestens zwei Jahre dauern.

Derzeit gilt in Frankreich für 17 Départements – insbesondere im Westen und rund um Paris – die zweithöchste Hitzewarnstufe. Seit Beginn der aktuellen Hitzewelle wurden in vielen Orten neue Temperaturrekorde gemessen.

Regierung steht wegen Hitzeschutz in der Kritik

Die französische Regierung hat für den Nachmittag eine Krisensitzung einberufen. Kritiker werfen ihr vor, die Bevölkerung nicht ausreichend auf die immer heftigeren Hitzewellen vorzubereiten, die durch den Klimawandel verursacht werden.

Laut Experten ist die frühe Hitze in Westeuropa auf heiße Luftmassen aus Nordafrika zurückzuführen, die unter einer regelrechten Hitzeglocke festsitzen. Wissenschaftler sehen darin ein deutliches Zeichen für die Folgen des Klimawandels.

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