Mit einem Käfigkampf direkt vor dem Weißen Haus will US-Präsident Donald Trump am 14. Juni die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten begehen. Für das Spektakel werden rund 4.000 Zuschauer erwartet. Doch viele der begehrten Plätze sollen gar nicht an normale Fans gehen.
Stattdessen planen die Veranstalter offenbar, die Tribünen großteils mit Soldaten in Uniform zu besetzen.
Die Nachfrage nach Karten ist laut US-Medien enorm. Politiker, Spender, Prominente und Fans des Kampfsports Mixed Martial Arts (MMA) versuchen, einen der wenigen Plätze auf dem Gelände des Weißen Hauses zu ergattern.
Für die breite Öffentlichkeit dürften Tickets aber praktisch nicht erhältlich sein. Gleichzeitig rechnen die Organisatoren mit einem Massenandrang außerhalb des eigentlichen Veranstaltungsbereichs. Auf der Ellipse neben dem Weißen Haus ist eine riesige Fan-Zone geplant, in der zwischen 75.000 und 100.000 Besucher den Kampf kostenlos auf Großbildschirmen verfolgen sollen.
Während Zehntausende Fans draußen zuschauen könnten, soll direkt am Oktagon ein anderes Publikum sitzen. UFC-Präsident Dana White erklärte mehrfach, dass die Mehrheit der Plätze an Militärangehörige gehen werde.
Mindestens 1.200 Tickets sind Berichten zufolge für aktive Soldaten reserviert. Andere US-Medien berichten sogar, dass ein Großteil der insgesamt rund 4.000 Plätze mit Uniformierten besetzt werden soll. Das Pentagon sucht dafür freiwillige Teilnehmer aus allen Teilstreitkräften.
Besonders bemerkenswert: Die Soldaten reisen nicht auf Staatskosten an. Wer beim UFC-Spektakel dabei sein will, muss Flug, Hotel und sonstige Reisekosten selbst bezahlen. Der Eintritt ist zwar kostenlos, die Teilnahme erfolgt aber freiwillig und auf eigene Rechnung.
Genau dieser Umstand sorgt nun für Diskussionen. Denn an Interessenten mangelt es nicht. Trotzdem sollen viele UFC-Fans keinen Zugang zum eigentlichen Veranstaltungsgelände erhalten, während die begehrten Plätze gezielt an Militärangehörige vergeben werden.
Für Trump passen die Bilder allerdings perfekt ins Konzept. Der Kampf ist Teil der Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA – und die Fernsehkameras werden vor dem Oktagon vor allem Uniformen einfangen.
Ob Sportfest, Patriotismus oder PR-Show: Eines steht bereits jetzt fest: Der UFC-Kampf vor dem Weißen Haus dürfte selbst für amerikanische Verhältnisse Geschichte schreiben.