Kurioser Plan aus Washington: Die US-Regierung dringt laut einem Bericht der "Washington Post" darauf, dass eine neue 250-Dollar-Banknote mit dem Bildnis von Präsident Donald Trump herausgegeben wird.
Es wäre der erste Geldschein in den Vereinigten Staaten mit dem Konterfei einer lebenden Person seit mehr als 150 Jahren, berichtete die Zeitung am Donnerstag. Seit 1866 ist das eigentlich nicht mehr erlaubt.
Die "Washington Post" berief sich auf aktuelle und ehemalige Beschäftigte der Abteilung Münz- und Druckwesen des Finanzministeriums. Diese hätten berichtet, dass ranghohe Vertreter des Ministeriums wiederholt die neue Banknote gefordert hätten.
Der britische Maler Iain Alexander sagte der Zeitung, Trump selbst habe seine Vorschläge für das Bildnis auf der Banknote abgesegnet. Es soll die Farben der US-Flagge sowie ein Logo zum 250-jährigen Jubiläum der US-Staatsgründung enthalten, das am 4. Juli begangen wird.
Im vergangenen Jahr war ein Gesetzentwurf zur 250-Dollar-Banknote dem Kongress vorgelegt worden - er blieb aber ohne Folgen. Bislang ist der größte Geldschein im Umlauf der 100-Dollar-Schein.
Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte der "Washington Post", die Druckerei würde "die notwendigen Vorbereitungen und Überprüfungen" vornehmen. Die Leiterin der Abteilung Münz- und Druckwesen, Patricia Solimene, wurde Ende April entlassen. Sie hatte dem Bericht zufolge rechtliche Bedenken vorgebracht.
Im März erst genehmigte Solimene die Unterschrift von Donald Trump auf den künftigen 100-Dollar-Scheinen - auch das eine Premiere. Seit 1861 ist auf den Dollar-Scheinen die Unterschrift des US-Finanzministers und des US-Schatzmeisters zu sehen, nicht die des Präsidenten.
Die geplante 250-Dollar-Banknote reiht sich ein in eine Fülle von Vorhaben, Trump auf Gebäuden oder staatlichen Symbolen abzubilden. Kritiker werfen dem bald 80-jährigen Rechtspopulisten vor, einen beispiellosen Personenkult zu betreiben.