Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, hat den USA und Israel vorgeworfen, die Islamische niederringen zu wollen. Eine entsprechende schriftliche Botschaft von ihm wurde am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen verbreitet.
"Der blinde Plan des Feindes besteht darin, nach dem aufgezwungenen Krieg, dem wirtschaftlichen Druck und der politischen und propagandistischen Belagerung Spaltungen und Zerfall zu schüren, um militärische Niederlagen auszugleichen und die Nation in die Knie zu zwingen", erklärte Chamenei.
In der Botschaft rief er die Iraner zudem zu Einheit und Zusammenhalt auf. Die Erklärung wurde anlässlich des Jahrestags der Gründung des nationalen Parlaments der Islamischen Republik verbreitet.
Der 56-jährige Chamenei hatte die Nachfolge seines Vaters Ali Chamenei angetreten. Dieser war am 28. Februar, am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels auf den Iran getötet worden. Teheran reagierte darauf mit Vergeltungsangriffen in der gesamten Region.
Modschtaba Chamenei wurde bei den Angriffen nach iranischen Angaben selbst verletzt und trat seitdem nicht mehr öffentlich auf. Der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums erklärte am Montag, Chamenei leide unter "oberflächlichen Verletzungen im Gesicht, am Kopf und an den Beinen". US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am 13. April hingegen erklärt, Chamenei sei "verwundet und vermutlich entstellt".