"Menschen sind das Problem"

Besuchermassen bedrängen zutrauliches Delfin-Weibchen

Ein neugieriger Delfin in Frankreich begeistert die Urlauber – doch Experten schlagen Alarm. Das Tier könnte sich zu sehr an Menschen gewöhnen.
Newsdesk Heute
28.05.2026, 11:18
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Im französischen Badeort Saint-Jean-de-Luz im Baskenland sorgt ein Delfin für Aufsehen. Das über zwei Meter lange und rund 200 Kilogramm schwere Weibchen schwimmt seit Mitte Oktober in der beliebten Badebucht herum und sucht regelmäßig die Nähe zu Schwimmern und Stand-up-Paddlern.

Während die Urlauber von der ungewöhnlichen Zutraulichkeit des Großen Tümmlers begeistert sind, machen sich Tierschützer große Sorgen um das Tier.

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"Das Verhalten vieler Menschen ist leider problematisch. Es kommt immer wieder zu Ansammlungen, bei denen der Delfin umzingelt wird", warnt die Meeresforscherin Pascale Fossecave laut n-tv.de.

Fluchtreflexe könnten verloren gehen

Das größte Problem sei, dass der Delfin sich an den Umgang mit Menschen gewöhne und seine Fluchtreflexe verliere – etwa gegenüber Booten und Jetskis. "Auch wenn das Tier sich von allein nähert, bleibt es ein Wildtier", mahnen die Behörden.

Die Stadtverwaltung hat inzwischen Hinweisschilder am Strand aufgestellt. Es ist verboten, sich dem Tier auf weniger als 100 Meter zu nähern, mit ihm zu schwimmen oder es anzufassen. Wer sich nicht daran hält, riskiert eine Geldstrafe von 750 Euro.

Delfin womöglich aus Gruppe verstoßen

Bei dem Tier handelt es sich um ein sechs bis acht Jahre altes Weibchen der Art Großer Tümmler – jene Delfinart, die einst durch die Fernsehserie "Flipper" bekannt wurde. Warum das Tier allein in der Bucht lebt, ist unklar. Normalerweise leben Große Tümmler in Gruppen von bis zu 15 Tieren.

Möglicherweise wurde das junge Weibchen aus ihrer Gruppe ausgeschlossen, vermutet die Forscherin Fossecave. Sie hofft, dass der Delfin die Bucht noch vor den Sommerferien verlässt – denn dann wird der Strand täglich von Tausenden Urlaubern bevölkert.

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