Eine schwere Explosion hat am Sonntag im Nordosten Myanmars zahlreiche Menschenleben gefordert. Nach Angaben örtlicher Medien kamen in Namhkam in der Shan-Region mindestens 50 Menschen ums Leben. Zudem wurden laut ersten Informationen von Rettungskräften mindestens 70 weitere Personen verletzt.
Die Detonation ereignete sich am Sonntagmittag (Ortszeit). Berichten zufolge wurden durch die Wucht der Explosion zahlreiche Wohnhäuser in der Umgebung beschädigt.
Einsatzkräfte waren auch Stunden nach dem Unglück noch auf der Suche nach Verschütteten in den Trümmern. Das Krankenhaus in Namhkam meldete unterdessen einen akuten Mangel an Blutreserven, die für die Versorgung der Verletzten benötigt werden.
Die Rebellengruppe TNLA bestätigte, dass das betroffene Munitionslager in ihrem Besitz war. Nach ihren Angaben befanden sich dort gewerbliche Sprengstoffe, die für einen von der Gruppe betriebenen Steinbruch vorgesehen gewesen seien.
Die TNLA sprach den Opfern und ihren Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Gleichzeitig kündigte die Gruppe eine umfassende Untersuchung an, um die Ursache der Explosion zu klären.