Ein ungewöhnlicher Bluetooth-Name hat einen United-Airlines-Flug von Newark nach Palma de Mallorca zur Umkehr gezwungen. Die Boeing 767-400ER war am Samstagabend gegen 18 Uhr gestartet und befand sich bereits rund eineinhalb Stunden über dem Atlantik, als die Besatzung südlich von Neufundland den Rückflug einleitete.
Über die Bordsprechanlage wurden die Passagiere aufgefordert, "ihre Bluetooth-Verbindungen unverzüglich zu deaktivieren". Die Crew erklärte laut "Airlive" mehrfach, auf Anweisung der Unternehmenszentrale in Chicago zu handeln, und teilte mit, "dass eine Person mittels Bluetooth etwas unternommen habe, das die Sicherheit des Fluges gefährde".
Da laut Bericht mindestens zwei Bluetooth-Geräte weiterhin aktiv blieben, brachen die Piloten den Flug wegen "einer ungelösten Bedrohung" ab. Sie setzten den Notfallcode "Squawk 7700" und kehrten nach Newark zurück.
Nach der Landung wurde die Maschine von einem großen Sicherheitsaufgebot empfangen. Dabei stellte sich heraus, dass ein 16-jähriger Passagier den sichtbaren Netzwerknamen seines Bluetooth-Lautsprechers in "Bomb" geändert hatte. Weil die Bezeichnung auf den Geräten von Passagieren und Crewmitgliedern angezeigt wurde, löste sie das standardmäßige Sicherheitsprotokoll für Bombendrohungen aus.
Ob dem Jugendlichen strafrechtliche Konsequenzen oder ein lebenslanges Beförderungsverbot drohen, ist derzeit offen. United Airlines hat dazu bislang keine Stellungnahme abgegeben.