Mindestens 82 Tote

Verzweifelte Suche läuft nach Gasexplosion in China

Nach der Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in Nordchina mit 82 Toten wird weiter nach Vermissten gesucht. Ermittlungen laufen.
Newsdesk Heute
24.05.2026, 17:12
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Nach dem schweren Grubenunglück im Norden Chinas, bei dem mindestens 82 Menschen ums Leben gekommen sind, wird immer noch nach zwei Vermissten gesucht. In der Nähe des Liushenyu-Kohlebergwerks in der Provinz Shanxi haben am Sonntag besorgte Angehörige bei einer Straßensperre gewartet und hoffen auf Nachrichten über ihre Liebsten.

Am Freitag hat es in dem Bergwerk eine heftige Gasexplosion gegeben. Die Behörden werfen dem Betreiber "schwere Verstöße" gegen die Sicherheitsvorschriften vor. Zum Zeitpunkt des Unglücks waren insgesamt 247 Arbeiter unter Tage. 128 Kohlekumpel sind ins Spital gebracht worden. Mehr als 750 Helfer und Sanitäter waren im Einsatz.

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Die Retter haben am Sonntag mit Schutzhelmen weiter nach den zwei Vermissten gesucht. Laut Berichten der Staatsmedien ist ein Roboter in die Grube hinuntergelassen worden, um die Lage unter Tage zu prüfen. Erste Ermittlungen haben ergeben, dass die Bergbaugesellschaft "schwere Verstöße" gegen Vorschriften begangen hat, wie ein Behördensprecher gesagt hat.

Schwere Vorwürfe gegen die Betreiber

Medien berichten, dass mehr als die Hälfte der Arbeiter am Freitag in den Schacht eingefahren ist, ohne vorher richtig registriert zu werden. Eigentlich hätten die Kohlekumpel vor Schichtbeginn eine Gesichtserkennung machen oder ein Ortungsgerät mitnehmen müssen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua ist ein "Verantwortlicher" des Unternehmens festgenommen worden.

Arbeiter im Bergwerk werfen dem Unternehmen mangelnde Fürsorge vor und haben der Nachrichtenagentur AFP erzählt, dass sie ihre Schutzhelme aus eigener Tasche zahlen mussten. Nach dem Unglück hat die chinesische Regierung ein landesweites hartes Vorgehen gegen "illegale und rechtswidrige Aktivitäten" angeordnet. Dazu zählen etwa gefälschte Sicherheitsdaten, ungenaue Angaben zum Personal unter Tage und illegale Auftragsvergaben.

Schwerstes Grubenunglück in China seit fast 20 Jahren

Die Explosion im Liushenyu-Kohlebergwerk ist das schwerste Grubenunglück in China seit fast 20 Jahren. 2009 sind bei einer Explosion in einem Bergwerk in der Provinz Heilongjiang 108 Menschen gestorben. Die Provinz Shanxi zählt zu den ärmeren Regionen Chinas und ist das Zentrum der Kohleförderung im Land.

Obwohl China stark auf erneuerbare Energie setzt, verbraucht es weltweit am meisten Kohle. Die Sicherheit in den Bergwerken hat sich zwar gebessert, trotzdem passieren immer wieder schwere Unfälle.

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