Der Buckelwal, der von manchen "Timmy" und von anderen "Hope" genannt wird, ist tot. Sein Kadaver liegt nun vor der dänischen Insel Anholt im Wasser. Doch nun gibt es eine neue Sorge: Die dänische Umweltbehörde warnt vor einer möglichen Explosion des toten Tieres.
Das Phänomen, dass Walkadaver explodieren können, kommt durchaus vor. Aber warum passiert das überhaupt? Es hat mit biologischen Prozessen zu tun, die im Körper nach dem Tod ablaufen.
Wie spiegel.de berichtet, beginnen sofort nach dem Tod eines Tieres Verwesungsprozesse im Körper. Dabei vermehren sich Bakterien, die das organische Material zersetzen. Dadurch entstehen Faulgase, die den Leib aufblähen.
Normalerweise würden kalte Luft oder kaltes Wasser den Körper kühlen und die Bakterienbildung etwas eindämmen. Doch Wale haben eine Besonderheit: Sie besitzen eine sehr dicke Fettschicht, die ihren Körper im kalten Wasser isoliert.
Diese Fettschicht hält den Kadaver warm und begünstigt so eine starke Vermehrung der Bakterien. Die entstehenden Faulgase können zunächst nicht entweichen; der Druck steigt – bis es im schlimmsten Fall zur Explosion kommt.
Wie lange dieser Prozess dauert, hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Umgebungstemperatur. Im Sommer kann das binnen einiger Tage passieren, bei kälteren Temperaturen aber auch deutlich länger dauern. Wie es bei dem toten Buckelwal sein wird, lässt sich laut Experten nicht mit Gewissheit sagen.