Einfach geschmacklos

Badegäste klettern auf "Timmys" Leiche und machen Fotos

Das Schicksal von Buckelwal "Timmy" berührte die Menschen. Nun zieht sein Kadaver Schaulustige an, die verjagt werden mussten.
Newsdesk Heute
17.05.2026, 20:39
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Nach mehreren Wochen Überlebenskampf vor der Küste der deutschen Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) wurde der gestrandete Buckelwal "Timmy" bei einer spektakulären Rettungsaktion am 28. April endgültig befreit. Millionen Menschen verfolgten die Aktion.

Mit einem Schlepper wurde der Meeressäuger dann in die Nordsee gebracht und am 2. Mai freigelassen. Plötzlich wurde vor der dänischen Insel Anholt dann aber die Leiche des Wals angespült. Am Samstag bestätigte die Umweltschutzbehörde des Landes, dass es sich bei dem Tier ohne Zweifel um "Timmy" handelt.

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Küstenwache greift durch

Nun liegt der Kadaver an dem dänischen Strand und wird von Möwen gefressen. Diese mussten ihre Mahlzeit am Sonntag jedoch unterbrechen, da das tote Tier auch Menschen anlockt. Wie die "Bild" berichtet, sollen zwei Badegäste auf den Kadaver geklettert sein. Dort hätten sie dann für Fotos posiert.

Dies rief offenbar die örtliche Küstenwache auf den Plan. Die Schaulustigen wurden am Ende verscheucht. Die Behörden hatten zuvor davor gewarnt, sich dem toten Buckelwal zu nähern – es besteht Explosionsgefahr.

Dies geschehe demnach durch die Gase, die sich in "Timmys" Leiche bilden und durch seine dicke Haut nicht nach außen dringen können. Zudem könnte der Wal auch Krankheiten in sich tragen, die auch für Menschen eine Gefahr darstellen könnten.

Todesursache unklar

Weiterhin offen bleibt die Frage, woran "Timmy" schlussendlich verstorben ist. Es ist fraglich, ob das Netz im Maul des Tieres oder Verletzungen durch die vorherigen Strandungen tödlich für den Wal waren. Laut dem Meeresbiologen Fabian Ritter könnte der Mageninhalt von "Timmy" Aufschluss geben.

Ob es tatsächlich zu einer Autopsie kommt, ist aber fraglich. Seitens der dänischen Umweltschutzbehörde habe man dazu "keine konkreten Pläne". Auch die deutschen Behörden und die private Rettungsinitiative hätten sich noch nicht dazu geäußert, berichtet "Bild".

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.05.2026, 20:42, 17.05.2026, 20:39
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