Das Wal-Drama des Jahres hat nun ein trauriges Ende gefunden: Nachdem Millionen mit ihm mitgefiebert hatten, ist "Timmy" nun tot. Zuvor lag der Meeressäuger mehrere Wochen lang vor der Küste der deutschen Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) und kämpfte dort um sein Leben.
Nach einer Rettungsaktion wurde "Timmy" am 2. Mai in die Nordsee entlassen. Rund 200 Kilometer von dem Ort seiner Freilassung entfernt wurde der Buckelwal dann erneut an Land gespült – diesmal jedoch nicht mehr lebendig. Wie die "Bild" berichtet, habe nun auch die dänische Umweltschutzbehörde bestätigt, dass es sich bei dem Kadaver vor Anholt um das bekannte Tier handelt. Unterdessen wurde dies auch von Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns, Till Backhaus (SPD) bestätigt.
Zur Identifizierung des Tieres habe ein individuelles Muster auf der Schwanzflosse beigetragen. Dieses sei nicht sofort sichtbar gewesen, da die Schwanzflosse unter Wasser lag. Laut der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau könnte "Timmy" bereits seit einiger Zeit tot sein. Ein Stück der Schwanzflosse soll nun nach Deutschland gebracht werden.
Des Weiteren hätten die dänischen Behörden auch jenen Tracker an dem Tier gefunden, der von der privaten Hilfsinitiative vor der Freilassung an "Timmy" befestigt wurde. Dieser sollte Daten über den Zustand des Tieres liefern, ob dies tatsächlich passiert war, ist unklar.
"Timmy" war Anfang März erstmals in der Ostsee gesichtet worden. Danach strandete er wiederholt an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns. Schlussendlich wurde er mit einem Lastkahn wieder in die Nordsee gebracht und ausgesetzt.
Ursprünglich waren Experten gegen die Rettung des verletzten und geschwächten Meeressäugers. Erst eine private Hilfsinitiative befreite das Tier unter Duldung des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern.