Massives Aufgebot

Polizei rüstet sich für rechtsextreme Mega-Demos

London bereitet sich mit massivem Polizeiaufgebot auf rivalisierende Großdemonstrationen vor. Strenge Auflagen sollen Eskalationen verhindern.
Newsdesk Heute
16.05.2026, 11:31
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In London hat sich die Polizei am Samstag auf einen Großeinsatz vorbereitet, weil mehrere Großdemonstrationen angekündigt waren. Die Metropolitan Police hat den Einsatz von 4.000 Polizisten angekündigt. Unterstützt werden sie von Pferden, Hunden, Drohnen und Hubschraubern.

Erwartet wird unter anderem eine Kundgebung des rechtsextremen Aktivisten Tommy Robinson. Auch pro-palästinensische Demonstranten wollen bei einer Gegendemonstration auf die Straße gehen. Die Polizei verfolgt dabei nach eigenen Angaben eine "Null-Toleranz-Strategie".

Strenge Vorgaben

Die Kosten für den Einsatz werden auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Für beide Kundgebungen hat die Polizei strenge Vorgaben zu den Routen und Zeitplänen gemacht, damit die rivalisierenden Gruppen nicht aufeinandertreffen. Die Veranstalter müssen außerdem sicherstellen, dass die eingeladenen Redner keine Gesetze gegen Hassrede brechen. Sollte das doch passieren, können sie rechtlich belangt werden. Das ist eine neue Vorgabe.

"Hass und Spaltung"

Am Abend vor den Demonstrationen hat Premierminister Keir Starmer gewarnt: "Jeder, der darauf aus ist, auf unseren Straßen Chaos anzurichten, jemanden einzuschüchtern oder zu bedrohen, muss damit rechnen, die volle Härte des Gesetzes zu spüren zu bekommen."

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Starmer steht nach Erfolgen der rechtspopulistischen Partei Reform UK von Nigel Farage bei den Kommunal- und Regionalwahlen in seiner eigenen Labour-Partei unter Druck. Es gibt sogar Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen. Den Organisatoren der rechtsextremen Kundgebung am Samstag wirft Starmer vor, "Hass und Spaltung zu schüren".

Mitte September haben bei einer von Robinson organisierten Großdemo in London bis zu 150.000 Menschen teilgenommen. Im April sind bei einer pro-palästinensischen Kundgebung in London mehr als 500 Menschen festgenommen worden, weil sie laut Polizei eine verbotene Organisation unterstützt haben.

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