Mossad schützt Israel-Star

Angst vor Eskalation! Proteste als Gefahr für ESC-Party

Mit blutigem Mikro wird von Gaza-Aktivisten der Ausschluss Israels vom ESC gefordert. Die Songcontest-Woche wird von Protestaktionen überschattet
Wien Heute
09.05.2026, 21:25
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Schon am Sonntag (10.5.) startet die ESC-Woche in Wien. Doch die friedliche und ausgelassene Partystimmung könnte von aufgeheizten Protestaktionen überschattet werden. Der Polizei steht in der nächsten Woche eine Mega-Aufgabe bevor.

Palästina-Szene mobilisiert

Vor allem aus der Pro-Palästina-Bewegung wurden Protestaktionen für die ESC-Woche von 10. bis 16. Mai angekündigt – Höhepunkt ist eine Großdemo mit rund 3.000 Teilnehmern, ausgerechnet am Finaltag (16.5.) der Songcontest-Woche. "Die Vorbereitung geht weit über das Übliche hinaus", erklärte Vize-Polizeipräsident Dieter Csefan, wir berichteten. Sechs Bundesländer schicken zusätzliche Polizeikräfte nach Wien.

Blutiges Mikro am Plakat

Die Palästina-Szene hetzt gegen Israel, in ganz Wien hängen martialische Plakate. Eine blutige Hand, die ein Mikrofon hält, ist darauf zu sehen. "Keine Bühne für Völkermord. Demonstration gegen die Teilnahme Israels am Songcontest", lautet die aufgeheizte Botschaft für die Demo.

Mossad schützt Star aus Israel

Was das alles mit dem harmlosen Song "Michelle" von ESC-Teilnehmer Noam Bettan zu tun haben soll, wird nicht erklärt. Die Cobra schützt die Song-Contest-Delegationen. Aufgrund der Bedrohungslage wird der Sänger aus Israel aber noch zusätzlich von eigenen Sicherheitskräften geschützt.

Polizei-Chefs Dieter Csefan (m.), Xenia Zauner (r.), Georg Gassner (li.)
pet

Demo bei der Stadthalle

"Wir erwarten Blockaden und Störaktionen am Finaltag", wird Polizei-Einsatzleiterin Xenia Zauner deutlich. Die Demo am 16. Mai startet um 14 Uhr am Christian-Broda-Platz in Mariahilf, führt dann über die äußere Mariahilfer Straße und über die Schweglerstraße hinter der Wiener Stadthalle vorbei.

Ganze Woche Proteste

Die ganze ESC-Woche wird von Protesten der Palästina-Szene überschattet. Wenn der israelische Sänger Dienstag (12.5.) am Halbfinale auftritt, wird im Arik-Brauer-Park "pro Palästina" demonstriert. Am Freitag (15.5.) könnte es hitzig werden – rund 3.000 Aktivisten werden bei einer Kundgebung anlässlich des palästinensischen "Nakba-Tags" im Resselpark (City) erwartet. "Dieser hat eine hohe emotionale Bedeutung für die Palästina-Szene", erklärt die Wiener Polizei. Auch eine Demo mit tausend Teilnehmern wurde angemeldet.

Demos auch für Israel

Zwei Kundgebungen setzen sich auch für die Teilnahme Israels am Songcontest in Wien ein. Am Donnerstag (14.5.) versammeln sich Aktivisten am Maria-Theresien-Platz unter dem Motto "Israelisch-Österreichische-Freundschaft". Am Finaltag (16.5.) wird auf der Mariahilfer Straße gegen Antizionismus demonstriert.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.05.2026, 21:25
Jetzt E-Paper lesen