Am Sonntag kam es zu Schrecksekunden in einem ÖBB-Nightjet, der von Zagreb nach Stuttgart fuhr. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Salzburg und München bemerkte ein Triebwagenführer kurz nach 5 Uhr einen äußeren Brand an einem Drehgestell.
Wie ein ÖBB-Sprecher gegenüber dem ORF mitteilte, habe man den Zug in Traunstein gestoppt und umgehend mit den Löscharbeiten begonnen. Nach 30 Sekunden sei es den Mitarbeitern gelungen, das Feuer mittels Feuerlöschern zu bezwingen.
Ursache für den Brand sollen überhitzte Bremsen gewesen sein. In dem betroffenen Waggon hätten sich zu dem Zeitpunkt 22 Reisende befunden. Für sie habe keine Gefahr bestanden, hieß es weiter. Dennoch musste man den Zug vorsichtshalber räumen – mehr als 200 Fahrgäste mussten aussteigen.
Der Feuerwehr Traunstein zufolge seien zwei Waggons verraucht gewesen. Keiner der Passagiere sei zu Schaden gekommen. Nach der Evakuierung habe man die Fahrgäste in eine nahegelegene Turnhalle gebracht. Mit dem Nightjet konnten sie nicht mehr weiterfahren, die Passagiere mussten im Laufe des Vormittags auf andere Züge umsteigen.
Auch der nachfolgende Zugverkehr war von dem Vorfall betroffen. Die Strecke musste eine Stunde lang vollständig gesperrt werden. Ganze 125 Kräfte der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes standen im Einsatz.