Keine Verlängerung

Sanktionen gegen russisches Öl greifen wieder

Die USA verlängern die Ausnahme von Sanktionen gegen russisches Öl nicht. Der Benzinpreis dürfte weiter steigen.
Nick Wolfinger
17.05.2026, 13:25
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Die US-Regierung hat eine umstrittene Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen Sanktionen gegen russisches Öl gelockert hatte. Das Finanzministerium veröffentlichte keinen Hinweis auf eine Verlängerung der Maßnahme.

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Hintergrund der zeitweisen Lockerung war der Ölpreisschock durch den Iran-Krieg. Um die globalen Energiemärkte zu beruhigen, hatten die USA für 30 Tage eine Ausnahme gewährt. US-Finanzminister Scott Bessent stellte nun klar: "Wir werden die allgemeine Genehmigung für russisches Öl nicht verlängern."

Wie n-tv.de berichtet, kritisierten die demokratischen Senatorinnen Jeanne Shaheen und Elizabeth Warren die Maßnahme scharf. "Das Finanzministerium muss endlich seine schlecht durchdachte Politik beenden, Russland dabei zu helfen, noch mehr Geld aus Präsident Trumps rücksichtslosem Krieg im Iran zu schlagen", erklärten sie.

Ölpreise auf Rekordhoch

Für Russland war die Ausnahme ein Segen: Der Preis für die russische Ölsorte Urals verdreifachte sich in diesem Zeitraum und stieg auf ein 13-Jahres-Hoch. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine.

Auch in den USA sind die Auswirkungen spürbar. Der Benzinpreis ist seit Beginn des Iran-Kriegs erheblich gestiegen. Aktuell zahlen Amerikaner für eine Gallone (3,785 Liter) im Schnitt 4,52 Dollar – zu Kriegsbeginn waren es noch 2,98 Dollar.

Politisches Problem für Trump

Für US-Präsident Donald Trump und seine Republikaner ist der gestiegene Spritpreis ein unbequemes Thema. Viele Amerikaner sind auf ihr Auto angewiesen, und die wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress im Herbst rücken näher.

{title && {title} } NW, {title && {title} } 17.05.2026, 13:25
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