Die russische Regierung greift erneut in den Treibstoffmarkt ein: Um die Versorgung im Inland zu sichern, wird die Ausfuhr von Benzin eingeschränkt. Das gab Moskau am Donnerstag bekannt.
Begründet wird der Schritt mit der aktuell besonders hohen Nachfrage während der landwirtschaftlichen Aussaat. In dieser Phase steigt der Bedarf traditionell stark an, weshalb die Regierung den heimischen Markt stabilisieren will. Zusätzlich verwies Moskau auf die zuletzt gestiegenen Ölpreise auf dem Weltmarkt.
Bereits in der Vergangenheit hatte Russland Exportbeschränkungen für Benzin und Diesel verhängt, um Preisanstiege und Versorgungsengpässe im Inland zu verhindern. Im vergangenen Jahr kam es in mehreren Regionen sowie in den von Russland kontrollierten Gebieten der Ukraine zu Treibstoffknappheit. Als Gründe galten ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien sowie die saisonal hohe Nachfrage.
Von dem aktuellen Verbot ausgenommen sind Länder, mit denen Russland spezielle Regierungsabkommen über Treibstofflieferungen abgeschlossen hat – darunter etwa die Mongolei. Branchenkreisen zufolge exportierte Russland im vergangenen Jahr knapp fünf Millionen Tonnen Benzin.