Liter-Preis explodiert

Sprit schießt innerhalb von Sekunden auf 2,415 Euro

Österreich ächzt unter einem Diesel-Preis von 2,179 Euro ächzt, bleibt den Deutschen gleich die Luft weg. Am Donnerstag ging es steil nach oben.
Newsdesk Heute
02.04.2026, 16:15
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Die Spritpreise in Deutschland sind am Donnerstag zu Mittag wieder ordentlich nach oben geschossen. Wie der ADAC mitgeteilt hat, gab es bei Benzin um 12 Uhr einen Preissprung von 9,8 Cent. Beim Diesel waren es sogar satte 11,8 Cent mehr. Seit Mittwoch dürfen die Tankstellen die Preise nur noch einmal am Tag raufsetzen. Am Mittwoch lag der durchschnittliche Preisanstieg zu Mittag bei rund acht Cent.

Am Donnerstag um 11.45 Uhr hat Benzin laut ADAC im Schnitt 2,10 Euro gekostet. Um 12.15 Uhr war der Durchschnittspreis schon bei 2,198 Euro. Beim Diesel ging es im selben Zeitraum von 2,297 Euro auf 2,415 Euro rauf. Der Automobilclub findet diese Preisaufschläge überzogen. Er weist darauf hin, dass der Rohölpreis von Dienstag auf Mittwoch sogar gefallen ist. Es scheint sich zu bestätigen, "dass Mineralölkonzerne im Zweifel einen Risikoaufschlag machen, weil sie Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen können", hieß es.

Spritpreisbremse bringt etwas Linderung

In Österreich ist die neue Spritpreisbremse ist seit Donnerstagmittag in Kraft – und soll Autofahrern etwas Entlastung bringen. Seit Mittag müssen die Preise für Benzin und Diesel um rund zehn Cent pro Liter sinken. Hinter der Preisreduktion steckt ein zweigeteiltes Modell der Regierung. Einerseits wird die Mineralölsteuer gesenkt, andererseits werden die Gewinnmargen entlang der Treibstoffkette gedeckelt.

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Beide Maßnahmen zusammen sollen den Preisrückgang von etwa zehn Cent pro Liter ermöglichen. Ganz so einfach kommt die Entlastung allerdings nicht überall an. Wie berichtet wird, müssen zwar große Anbieter die Senkung weitergeben, kleinere Tankstellen und Autobahntankstellen sind von Teilen der Regelung ausgenommen.

Machtlos gegen die Weltmarktpreise

Zudem kann es dauern, bis der Effekt vollständig sichtbar wird – etwa dann, wenn Tankstellen noch teurer eingekauften Sprit in ihren Lagern haben. Auch bleibt der Einfluss internationaler Märkte bestehen. Die Politik kann steigende Weltmarktpreise nicht verhindern, sondern lediglich dämpfen, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Ziel sei es vor allem, die Inflation zu bremsen und Autofahrer kurzfristig zu entlasten.

Die Preisbremse ist zudem nur befristet: Die Verordnungen gelten vorerst für einen Monat und können je nach Entwicklung verlängert werden. Langfristig soll der Mechanismus aber spätestens mit Ende 2026 wieder auslaufen.

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