Dreiste Einbrecher haben im deutschen Weilerswist wertvolle Sammelkarten im Wert von mehreren zehntausend Euro gestohlen. Laut Polizei in Euskirchen schnitten sie in der Nacht auf Samstag gegen 1.30 Uhr die Außenwand einer Lagerhalle in einem Gewerbegebiet auf, um an ihre Beute zu kommen. Danach konnten sie unerkannt flüchten.
Der Schaden liegt laut Polizei "im hohen fünfstelligen Bereich", weil es sich um besonders hochwertige Sammelkarten handelt. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben. Die Polizei bittet jetzt um Hinweise von Zeugen, die etwas Verdächtiges bemerkt haben. Die Ermittlungen laufen.
Bei einem bewaffneten Überfall auf ein Spezialgeschäft in Manhattan haben bereits im Jänner 2026 drei Täter Pokémon-Sammelkarten im Wert von rund 100.000 Dollar erbeutet. Laut Polizei bedrohten die Männer Mitarbeiter und Kunden mit einer Schusswaffe und flüchteten anschließend mit den Karten, Bargeld und einem Handy. Einzelne der gestohlenen Karten sollen einen Wert von mehreren tausend Euro gehabt haben.
Der Fall zeigt erneut den enormen Boom rund um Pokémon-Sammelkarten, die inzwischen teils wie Wertanlagen gehandelt werden. Erst wenige Tage zuvor waren in Kalifornien Karten im Wert von 300.000 Dollar gestohlen worden. Während des Überfalls fand in dem Geschäft gerade ein Treffen von Sammlern statt. Die Betreiber erklärten danach auf Instagram, das Hobby sollte eigentlich für alle sicher sein – Karten könne man ersetzen, die Erfahrung eines solchen Überfalls aber nicht.
Am Grenzübergang Bühl in Baden-Württemberg wiederum hat im April der deutsche Zoll einen ungewöhnlichen Schmuggelversuch gestoppt: Ein 33-jähriger Mann wollte knapp 900 Pokémon-Sammlerboxen aus der Schweiz nach Deutschland bringen, ohne die Ware anzumelden. Die Beamten entdeckten die Karten in mehreren Kartons und Kisten im Kofferraum des Autos. Der geschätzte Gesamtwert lag laut Zoll bei rund 6.900 Euro.
Der Mann erklärte später, die Pokémon-Karten in Deutschland an Sammler verkaufen zu wollen. Da er zuvor angegeben hatte, keine anmeldepflichtigen Waren mitzuführen, leiteten die Behörden ein Steuerstrafverfahren ein. Noch vor Ort musste er Einfuhrabgaben von rund 1.500 Euro bezahlen, durfte danach aber weiterfahren. Der Fall zeigt erneut, wie groß der Boom rund um Pokémon-Sammelkarten inzwischen geworden ist – selbst der Zoll spricht inzwischen von ungewöhnlichen, aber immer wertvolleren Funden.
Der Influencer und Wrestler Logan Paul hat übrigens die teuerste Pokémon-Karte der Geschichte verkauft. Dabei handelt es sich um die extrem seltene "Pikachu Illustrator"-Karte, die bei einer Auktion in den USA für rund 16,5 Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Käufer ist laut Auktionshaus Goldin der Investor AJ Scaramucci. Guinness World Records bestätigte den Rekord als teuerste jemals versteigerte Sammelkarte.
Die Karte gilt unter Sammlern als "heiliger Gral" des Pokémon-Hobbys. Sie wurde Ende der 1990er-Jahre nur an Gewinner eines japanischen Illustrationswettbewerbs vergeben, weshalb weltweit nur wenige Exemplare existieren sollen. Logan Paul hatte die Karte bereits 2022 öffentlich bei Wrestlemania getragen – befestigt an einer Diamantenkette. Die Auktion dauerte mehr als 40 Tage, ehe sich die Gebote am letzten Tag massiv überschlugen. Der Fall zeigt einmal mehr, welche Summen seltene Pokémon-Karten inzwischen erreichen können.
Und: Eine 20-jährige Pokémon-Sammlerin sorgt derzeit weltweit für Aufsehen: Die junge Frau präsentierte auf Social Media ihre riesige Sammlung seltener Karten, Figuren und versiegelter Boxen, die laut Experten mehrere Millionen Dollar wert sein könnte. Besonders begehrt sind dabei seltene Erstauflagen, limitierte Promo-Karten und streng bewertete Sammlerstücke, die inzwischen Höchstpreise erzielen. Die Clips ihrer Sammlung gingen innerhalb kürzester Zeit viral und begeistern Millionen Fans.
Die Influencerin erklärte, sie sammle Pokémon-Produkte bereits seit ihrer Kindheit und investiere heute gezielt in seltene Stücke. Viele Nutzer zeigten sich in den Kommentaren sprachlos über den Umfang der Kollektion, andere verglichen die Sammlung bereits mit einem kleinen Museum. Der Fall zeigt erneut, wie stark der Markt für Pokémon-Sammelkarten boomt: Seltene Karten gelten längst nicht mehr nur als Spielzeug, sondern für viele Sammler und Investoren als wertvolle Anlageobjekte.