Der Engländer Salisbury und der US-Amerikaner Ram setzten sich im Viertelfinale des Rasen-Klassikers gegen die französische Paarung Nicolas Mahut und Edouard Roger-Vasselin mit 6:3, 6:7, 6:1, 3:6 und 6:4 durch, zogen damit auf dem "heiligen Rasen" ins Halbfinale ein.
Dabei stand die Partie im zweiten Satz bereits vor dem Abbruch, denn Salisbury weigerte sich kurzerhand, die Begegnung fortzusetzen. Der Grund dafür war eine - aus Sicht des Briten - falsche Entscheidung des Hawk Eye. Beim Stand von 5:5 schien das topgesetzte Duo bereits das Break eingefahren zu haben, ehe ihre Gegner einen Ball noch einmal vom Hawk Eye überprüfen ließen. Und Recht bekamen. Der Ball hatte die Grundlinie um nur wenige Millimeter berührt.
Das sorgte für Proteste bei Salisbury und Ram, die sich mit Stuhlschiedsrichter Fergus Murphy anlegten. "Auf keinen Fall. Das ist lächerlich. Das geht so nicht. Es gibt keine Möglichkeit, dass der Ball drin war. Sie wissen, dass es falsch ist. Schalten wir die Maschine ab", beschwerte sich Salisbury und erklärte, nur weiterzuspielen, wenn das elektronische Überprüfungssystem abgedreht werde. Das lehnte Schiedsrichter Murphy freilich ab.
Das Duo ließ den Supervisor auf den Platz kommen. Der versprach schließlich, sich um den Vorfall zu kümmern. Erst einige Minuten später hatte sich die topgesetzte Paarung wieder im Griff und spielte weiter, verloren aber den zweiten Durchgang. Im dritten Satz erschien dann der Supervisor neuerlich auf dem Court und erklärte dem ungläubigen Ram, dass die Entscheidung des Hawk Eye korrekt war.
Auf den Ausgang der Partie hatte die umstrittene Entscheidung jedoch keinen Einfluss. Salisbury und Ram setzten sich schließlich durch. Im Halbfinale bekommen es der Brite und der US-Amerikaner nun mit den beiden Australiern Matthew Ebden und Max Purcell zu tun.