200 Mio. PC auf Windows 7 sind "tickende Zeitbombe"

Auf mehr als jedem vierten PC läuft Windows 7. Künftig erhält das System jedoch keine Updates mehr. Das könne gravierende Folgen haben, warnen ITler.
Millionen Windows-Nutzer sind in Gefahr. Sie sitzen – so warnen Sicherheitsexperten – auf einer Zeitbombe, wenn sie weiterhin das Betriebssystem Windows 7 nutzen. Microsoft hat den Support für das System am 14. Jänner beendet. Bereits seit Monaten weist der Entwickler auf diesen Schritt hin.

Was bedeutet Support-Ende?

Zwar kann das Betriebssystem Windows 7 nach dem 14. Jänner weiterhin auf Computern installiert und auch aktiviert werden. Ein PC, auf dem das System installiert sei, werde wegen fehlender Sicherheitsupdates jedoch anfälliger für Sicherheitsrisiken und Schadsoftware, erklärt Microsoft in einem einem Dokument auf seiner Website.



CommentCreated with Sketch.15 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Wo liegen die Gefahren?

"Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen", erklärt Thomas Uhlemann, Security-Specialist bei der Firma Eset. "Der Umstieg auf ein neues Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich." Zurzeit würde Windows 7 noch von rund 30 Prozent der Anwender genutzt. Andere Schätzungen gehen davon aus, dass das System weltweit auf 200 Millionen Geräten läuft. Bei Cyberangriffen könne es etwa zum Verlust persönlicher Daten und zu "immensen finanziellen Schäden" kommen, warnt der Experte. Unternehmen rät er, zu prüfen, ob die Polizze der Versicherung etwaige Schäden durch Cyberangriffe trotz der Nutzung von Windows 7 deckt.

Wieso macht Microsoft das?

Microsoft hat Windows 7 am 22. Oktober 2009 vorgestellt. Das Unternehmen verpflichtete sich damals, zehn Jahre lang Support für das System zu liefern. Mit dem Ablauf des Zeitraums werden nun wieder Ressourcen frei, die auf neuere Technologien und Anwendungen konzentriert würden, erklärt der Entwickler.

Was muss ich nun tun?

Microsoft empfiehlt Nutzern, auf Windows 10 umzusteigen, um zu vermeiden, dass sie einen Service oder Support benötigen, der in Zukunft nicht mehr verfügbar ist.

Wie kann ich updaten?

Einerseits besteht die Möglichkeit, das bestehende Win-7-System auf Windows 10 zu aktualisieren. Andererseits kann auf dem PC eine Neuinstallation vorgenommen werden. In beiden Fällen empfiehlt es sich, die Daten vorher zu sichern.

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