Die Schaltfläche "Herunterfahren" sollte eigentlich dafür sorgen, dass der PC komplett ausgeschaltet wird. Doch seit Windows 8 steckt noch mehr dahinter - der sogenannte Schnellstart.
Dabei befindet sich der Computer in einem Mix aus Ruhezustand und klassischem Herunterfahren. Systemzustände wie Kernel und Treiber werden auf der Festplatte gespeichert, um ein schnelleres Hochfahren zu ermöglichen.
Wie chip.de berichtet, hat das aber einen Nachteil: Man kann "Altlasten" mitschleppen, weil das Herunterfahren kein echtes Ausschalten ist. Windows startet dann nie wirklich komplett neu.
Microsoft empfiehlt zwei Lösungen: Entweder führt man einen Neustart statt des Herunterfahrens durch - oder man hält beim Klick auf "Herunterfahren" die Umschalttaste gedrückt. Das erzwingt ein vollständiges Abschalten.
Wer nicht jedes Mal daran denken möchte, kann den Schnellstart auch dauerhaft deaktivieren: In der Systemsteuerung unter Energieoptionen auf "Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll" klicken und dort den Haken beim Schnellstart entfernen.
Besonders auf älteren Systemen oder bei Dual-Boot-Konfigurationen ergibt ein deaktivierter Schnellstart Sinn. Dafür sind allerdings Administratorrechte erforderlich.