"Wir brauchen die Bezirke für viele Projekte"

Peter Kraus fährt täglich mit dem Rad.
Peter Kraus fährt täglich mit dem Rad.Denise Auer
Peter Kraus, Grünen-Zweiter hinter Birgit Hebein, wünscht sich eine bessere Zusammenarbeit mit den Bezirken, um Radwege zu verwirklichen. 

"Zehn Jahre sind die Grünen schon in der Regierung, und trotzdem ist das Radwegenetz nicht angenehm ausgebaut", kritisierte FPÖ-Klubobmann Toni Mahdalik an dieser Stelle vor wenigen Tagen. Ein Vorwurf, den Peter Kraus, Zweiter hinter Birgit Hebein auf der Grünen Liste, nicht gelten lässt. "Im Modal-Split muss es weitersteigen (seit Jahren stagniert in Wien der Radanteil bei 7 Prozent, Anm.), aber in absoluten Zahlen geht es nach oben", rechnet Kraus vor.

Am Praterstern wurden allein im Juli 198.296 Radfahrten gezählt – ein Plus von 42 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt 2017 bis 2019. Als Treffpunkt hat sich Kraus genau diese Stelle ausgesucht, hier ist auch der erste Pop-up-Radweg errichtet worden. Geht es nach den Grünen, sollen dort nach der Wahl Radfahrer mehr Platz bekommen ("Heute" berichtete).

Von dort starten wir unsere Tour durch die Brigittenau. Jeder, der den SPÖ-regierten Bezirk kennt, weiß, dass hier in Sachen Radinfrastruktur viel Luft nach oben ist. Brigittenau zeige laut Kraus gut, dass die Grünen in der Stadtregierung bei vielen Projekten auf die Zusammenarbeit mit den Bezirken angewiesen seien. Dort, wo die Hebein-Partei in den Bezirken regiert, "fällt es leichter, etwas umzusetzen, als in Bezirken, die, wie die Brigittenau, total blockieren"

Bitte die Radabstellanlagen neu denken!

Neben einem Aufenthalts- und Spielraum befindet sich in meiner Wohnhausanlage auch ein Fahrradraum – klingt am Papier super, hat sich in der Praxis als unpraktisch herausgestellt. Um mein Bike darin abzustellen, müsste ich es nämlich bis unter die Decke auf einen Haken hieven. Meine Versuche scheiterten kläglich, daher stelle ich es draußen ab, wo es allerdings jeder Witterung ausgesetzt ist.

Doppelstockparker bieten viel Platz.
Doppelstockparker bieten viel Platz.iStock

Sinnvollere Abstellanlagen kennt die Radlobby, sie hat einen eigenen Ratgeber herausgegeben, darin empfohlen ist etwa ein doppelstöckiges System. Verpflichtet zu einer bestimmten Anlage sind Bauträger übrigens nicht, laut Stadt muss "das Abstellen des Rades schnell, sicher, unkompliziert und ohne großen Kraftaufwand erfolgen". 

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