Wir erleben nun #schwerezeiten

"Heute"-Redakteurin Sandra Kartik über die Corona-Zwangspause für Eltern.
"Heute"-Redakteurin Sandra Kartik über die Corona-Zwangspause für Eltern.Bild: heute.at
"Heute"-Redakteurin Sandra Kartik über die Corona-Zwangspause für Eltern.

Wer eine Pause von erschütternden Nachrichten und rasant steigenden Ansteckungszahlen braucht, findet im Netz unendliche Fluchtwege. Noch nie köchelten in meiner Timeline so viele Bilder von selbstgemachten Braten, Kuchen und vegetarischen Köstlichkeiten wie jetzt. Nicht nur unsere Familie versüßt sich die Quarantäne mit Kochen und ausgiebigem Schlemmen. Dank bequemer "Business"-Outfits fühlt sich das auch gar nicht falsch an, da geht sogar noch einiges. Deshalb wird das Coronavirus nun vielerorts unter Schichten von Käse im Backrohr erstickt und danach mit reichlich Schokosauce und Schlagobers zum Dessert ertränkt.

Meine wunderbare Friseurin Jasmina, gleichermaßen wendig mit Schere wie mit Worten, schilderte ihre Stunde der Wahrheit auf der Waage, die nun vielen von uns bevorsteht, als "meine persönliche Niederlage". Und garnierte diese mit dem Hashtag #schwerezeiten. Besser kann man den Rettungsring nicht beschreiben, der sich in der Isolation jetzt so wohlig um uns legt. Wer kann jetzt bitteschön an die Bikinifigur denken? Haben wir nicht ganz andere Sorgen? Also greifen wir beherzt zur Kekspackung, erlauben dem Kind noch ein paar Gummibärlis mehr und gönnen uns öfters mal wohltuende Nudeln zum Abendessen. Ja, wir werden zunehmen. Aber wir haben ja noch Zeit genug, um auch auf den Geschmack von Sport daheim zu kommen.

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Maria Theresia von ÖsterreichKolumneMaria Theresia von ÖsterreichCoronavirus

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