Schock-Diagnose nach Horror-Crash in Barcelona! Der Grand Prix der MotoGP ist am Sonntag von zwei heftigen Stürzen überschattet worden. Besonders schlimm erwischte es Àlex Márquez.
In der zwölften von 24 geplanten Runden wurde KTM-Pilot Pedro Acosta plötzlich langsamer – offenbar wegen eines technischen Problems. Márquez konnte nicht mehr ausweichen, streifte die Maschine des Spaniers und crashte schwer. Nur knapp verhinderte er einen Einschlag in die Streckenbegrenzung. Der Ducati-Pilot wurde bei Bewusstsein ins Krankenhaus gebracht. Dort folgte die bittere Diagnose: Schlüsselbeinbruch und Fraktur des C7-Wirbels! Márquez soll noch am Sonntag operiert werden.
Nach dem Rennabbruch und Neustart kam es gleich zur nächsten Schrecksekunde. Honda-Pilot Johann Zarco rutschte in das Hinterrad der Ducati von Francesco Bagnaia. Der Franzose musste länger im Kiesbett behandelt und anschließend ins Medical Center gebracht werden. Das Rennen wurde erneut abgebrochen.
Erst beim dritten Start konnte der Grand Prix beendet werden. Fabio Di Giannantonio feierte auf Ducati seinen zweiten MotoGP-Sieg. Joan Mir wurde zunächst Zweiter, fiel wegen einer Reifendruck-Strafe aber zurück. Dadurch rückte Fermin Aldeguer auf Rang zwei vor, Bagnaia erbte Platz drei.
WM-Leader Marco Bezzecchi baute mit Rang vier seine Führung in der Gesamtwertung aus. Jorge Martín blieb nach einem Sturz punktelos. Auch Bruder Marc Márquez fehlte in Barcelona verletzt. Der Weltmeister hatte sich zuletzt in Le Mans einen Fußbruch zugezogen und musste bereits zwei Operationen über sich ergehen lassen.