Wirbel um Chinatown-Sager von Ministerin Raab

Mit einem Kommentar über Parallelgesellschaften sorgte Integrationsministerin Susanne Raab für Gesprächsstoff.
Mit einem Kommentar über Parallelgesellschaften sorgte Integrationsministerin Susanne Raab für Gesprächsstoff.Heute.at
Eine Aussage der ÖVP-Integrationsministerin sorgt für Kritik in sozialen Netzwerken.

#Raab, Little Italy, Chinatown – so lauteten am Dienstag die am heißesten diskutierten Stichwörter in der österreichischen Twitter-Sphäre. Der Hintergrund: Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) warnte am Vormittag medienwirksam vor Parallelgesellschaften als Nährboden der Gewalt; in Wien gebe es bereits Anzeichen für derartige Strukturen.

"Das ist nicht die Vision, wie wir sie im Integrationsbereich haben wollen. Wir wollen nicht Chinatown und Little Italy, sondern wir wollen eine gesamtgesellschaftliche Integration", so die Ressortchefin (Video unten).

Im sozialen Netzwerk schlug ihr dafür herbe Kritik entgegen. "Ich will ehrlich gesagt schon ein Little Italy. Ich will auch ein Chinatown, ein Little Damaskus, ein Anatoliatown und ein Little Kabul. Weil Österreich weltoffen und bunt sein soll und hier alle einen Platz haben", postete ein Nutzer auf Twitter. "Wo ist dieses neue Little Italy in Wien? Gibt's da gute Pizza?", fragt ein anderer. 

Raab hatte bei der Präsentation des Integrationsberichts 2020 die Auflösung von Parallelgesellschaften als eines von mehreren Zielen ihres Ressorts definiert. "Wenn Menschen nur in den türkischen Supermarkt gehen, in dem türkischen Verein sind, in die Moschee gehen, wenn sie im türkischen Verein Fußball spielen, dann passiert wenig Kontakt mit der Mehrheitsgesellschaft und dann ist das auch ein Zeichen für parallelgesellschaftliche Strukturen", begründete die Ressortchefin dieses Vorhaben. 

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