Wirbel um Norbert Hofers Kabinettschef Schimanek

Die Vergangenheit von René Schimanek, Kabinettsleiter von Infrastrukturminister Norbert Hofer, sorgt für Gesprächsstoff.
Die Vorwürfe sind nicht neu, werden jetzt nach der Beförderung von René Schimanek zum Kabinettsleiter des FP-Verkehrsministers Norbert Hofer allerdings wieder brisant: Der Niederösterreicher, der schon seit Jahren für Hofer arbeitet, soll in den 1980er-Jahren in Kreisen des verurteilten Neonazis Gottfried Küssel aktiv gewesen sein.

"Falter"-Chef Florian Klenk bringt Schimaneks umstrittene Vergangenheit im Umfeld der "Vaterländischen Außerparlamentarischen Opposition" (VAPO) wieder ins Gespräch. Am Freitag zwitschert der Journalist: "Der neue Stil: Rene Schimanek wird Kabinettschef im Infrastrukturministerium Norbert Hofers und damit ein mächtiger Mann. Ein Blick ins Archiv: Schimanek war Knüppeldemonstrant im Team des mehrfach verurteilten Neonazi-Führers Gottfried Küssel."

Ein Foto liegt als "Beweis" vor. Auf diesem zu sehen ist Schimanek (inklusive Schlagstock und Militärstiefel) beim Demonstrieren gemeinsam mit seinem Bruder Hans Jörg jun., der nach dem NS-Verbotsgesetz vorbestraft ist, und dem Ex-VAPO-Chef Gottfried Küssel.

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René Schimanek
René Schimanek
Der "Falter" hatte die Angelegenheit schon 2016 im Zuge des Bundespräsidentschaftswahlkampf thematisiert. Der "Kurier" sprach Schimanek damals darauf an. "Vergangenheit ist Vergangenheit", erwiderte der heutige Kabinettsleiter.

Erst vor wenigen Tagen sorgte ein weiterer FP-Mitarbeiter für Aufregung: Alexander Höferl ist zum Kommunikationschef des neuen Innenministers Herbert Kickl ernannt worden. Höferl wurde teilweise als Chefredakteur der umstrittenen FPÖ-nahen Plattform "unzensuriert.at" geführt. Als deren Initiator gilt der damalige dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ). (red)

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