"Ich schicke jeden Tag eine Karte an den Papst"

Postkarten, die Gläubige aus Oberösterreich an Papst Franziskus schicken sollten, sorgen schon vor dem Versenden für Wirbel.

Der Direktor des Bildungshauses Schloss Puchberg (gehört der Diözese Linz) in Wels Helmut Außerwöger (50) und sein vierköpfiges Leitungsteam hatte ein Idee. Man will einen Brief oder besser eine Postkarte an Papst Franziskus schreiben.

Darin werden dem Kirchenoberhaupt drei Vorschläge gemacht. Der Inhalt:

Frauen sollen Priesterinnen werden können.

Verheiratete Männer sollen Priester werden können.

Die Kirche soll eine neue demokratischere Verfassung bekommen, in der die Würde und das Mitbestimmungsrecht der getauften Christinnen und Christen besser zum Ausdruck kommt.

Auf Facebook kündigte Außerwöger, der in Eferding wohnt, an, dass er jeden Tag eine Karten an den Papst schicken will.

Diözese will verschieben

Und weil ein Brief alleine wenig ausrichten kann, wollte das Team um Außerwöger, dass auch andere Gläubige an den Papst schreiben.

Der Plan war, dass man vorgedruckte Postkarten an tausende Menschen im Land verschickt (mit dem Kurprogramm von Schloss Puchberg), die sie dann an den Papst weiterleiten.

Das ist die Postkarte:

Doch die Diözese ist nicht ganz glücklich mit der Aktion. "Wir haben grundsätzlich nichts dagegen, aber der Termin ist nicht sehr schlau. Weil in den kommenden Tagen der Papst einen wichtigen Brief veröffentlichen will", sagt Pressesprecher Michael Kraml im Gespräch mit "Heute". Zu einem späteren Zeitpunkt könne man die Aktion gerne machen.

Außerwöger schickt Karten dennoch

Außerwöger selbst lässt sich nicht beirren: "Ich haben schon angefangen und werde weiter jeden Tag eine Karte abschicken", sagt er gegenüber "Heute". Karten genug hat er ja, denn eigentlich wollte man 18.000 Stück verschicken…

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