Wird ÖFB-Team von deutschen Behörden benachteiligt?

Franco Foda muss auf seine Deutschland-Legionäre verzichten.
Franco Foda muss auf seine Deutschland-Legionäre verzichten.Gepa
Österreichische Fußballfans wittern eine Ungleichbehandlung des ÖFB. Deutschland-Legionäre dürfen nicht zum Team, Spieler aus anderen Verbänden schon. 

Am Dienstag hatte ÖFB-Teamchef Franco Foda einen 43-Mann-Großkader für den Start der WM-Qualifikation nominiert. Der Grund dafür ist das Gastspiel in Schottland. Die Deutschland-Legionäre müssten bei der Rückkehr zu ihren Vereinen in eine 14-tägige Quarantäne, weil sie zuvor in Großbritannien waren. 

Deshalb hatten Bayern München (David Alaba) und Borussia Mönchengladbach (Stefan Lainer, Valentino Lazaro) eine Freigabe für das Duell in Glasgow abgelehnt. Kein Deutschland-Legionär darf zum WM-Quali-Auftakt reisen. 

DFB-Legionäre dürfen einreisen

Andere - vermeintliche größere - Verbände hatten allerdings Freigaben erhalten. So dürfen etwa die deutschen Premier-League-Legionäre Ilkay Gündogan, Bernd Leno, Antonio Rüdiger, Timo Werner und Kai Havertz aus Großbritannien zur deutschen Nationalmannschaft reisen. Die Quarantäne-Pflicht für Berufssportler wurde von den Gesundheitsämtern Duisburg (Sielort) und Düsseldorf (Teamhotel) aufgehoben. Dortmund-Legionär Jude Bellingham ist vom englischen Teamchef Gareth Southgate jedenfalls ins Aufgebot der "Three Lions" berufen worden. 

Wird der ÖFB also von deutschen Behörden benachteiligt? "In Deutschland ist es nicht einheitlich geregelt. Regionäre Gesundheitsämter entscheiden. Wir müssen mit jedem einzelnen Gesundheitsamt in Kontakt treten", erklärte ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold aum Freitag.

Andere Ämter zuständig

Die Ämter in Düsseldorf und Duisburg haben Ausnahmegenehmigungen erteilt - unter der Auflage, dass die Premier-League-Spieler in der DFB-Blase bleiben. Daraufhin hatte der ÖFB am Donnerstagabend neuerlich Kontakt zu deutschen Gesundheitsämtern aufgenommen. "Für die Legionäre bei Schalke, Leverkusen und Mönchengladbach sind aber andere Ämter zuständig. Diese Ämter schaffen hier keine Möglichkeit", erklärte Neuhold weiter. 

ÖFB-Teamchef Foda erklärte, dass sich die Lage beinahe täglich ändern könne. Deshalb hofft der Deutsche, das 43-Mann-Aufgebot am Sonntagabend reduzieren zu können. Spätestens nach dem Auftritt in Glasgow wird der rot-weiß-rote Teamchef seinen Kader für die Heimspiele gegen die Färöer Inseln und Dänemark neu zusammensetzen. 

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