Wird Rätsel um die seit 1995 vermisste Sonja gelöst?

Im April 1995 verschwand die damals 19 Jahre alte Sonja Engelbrecht spurlos. Nun wurde ein Knochen von ihr in einem Waldstück gefunden.

Bereits vor einigen Wochen sei in einem Waldgebiet in Kipfenberg rund 100 Kilometer nördlich von München ein Knochen gefunden worden, der eindeutig Sonja Engelbrecht zugeordnet werden konnte, berichtet die "Bild"-Zeitung.

Ermittler durchsuchen nun das Gebiet auf der Suche nach weiteren sterblichen Überresten der vor 26 Jahren spurlos verschwundenen Fachoberschülerin. Und sie hoffen, dann endlich Licht ins Dunkel des mysteriösen Verschwindens der damals 19-jährigen Münchnerin bringen zu können. Udo Nagel, der frühere Leiter des Dezernats 11, sagte gegenüber der Zeitung: "Es tut mir unendlich leid für die Familie. Sie hat bis zuletzt gehofft, dass Sonja leben könnte."

Nach gemütlichem Abend spurlos verschwunden

Zuletzt gesehen wurde Engelbrecht am frühen Morgen des 11. April 1995. Sonja hatte mit einem Schulfreund die Kneipe "Vollmond" besucht und war später mit zu Bekannten in deren Wohnung gegangen. Das Paar trennte sich dann an der nahen Straßenbahnhaltestelle Stiglmaierplatz, wo Sonjas Schwester sie abholen wollte. Um 2.30 Uhr stieg Sonjas Begleiter dort in eine Straßenbahn und fuhr weg.

Es sollte das letzte Mal sein, dass Sonja lebend gesehen wurde. Obwohl die junge Frau zu einer Telefonzelle gegangen war, um ihre Schwester anzurufen, erhielt diese keinen Anruf mehr. Ihr Begleiter gab an, Sonja habe sich auf dem Weg zum Stiglmaierplatz beobachtet gefühlt, als sie in einem Gebüsch Wasser ließ.

Auch Sonderkommission blieb erfolglos

Die Polizei suchte nach ihr und befragte auch Prostituierte und Freier, die sich in der Nähe auf dem Drogenstrich trafen, doch es gab keinerlei Hinweise zu der hübschen jungen Blondine. "Wir sind damals davon ausgegangen, dass Sonja in ein Auto gestiegen ist und Opfer eines Sexualverbrechens wurde", so Josef Wilfling, der damals als Chef der Mordkommission die Ermittlungen leitete.

Bis heute führten alle Bemühungen in Sackgassen, auch eine Sondersendung von "Aktenzeichen XY …. ungelöst" zeitigte keinen Erfolg. Eine Kommission von sechs Mordermittlern und Vermisstenfahndern befragte 80 Freunde und Bekannte und untersuchte drei Clubs, in denen Sonja gern verkehrte. Auch Sonjas Eltern unternahmen alles, um ihre Tochter wieder zu finden, und traten in diversen TV-Sendungen auf. Doch es gab keine brauchbaren Hinweise für die Suche nach der blonden Schülerin, die zum Zeitpunkt ihres Verschwindens eine hautenge Lederhose, Schnürstiefel sowie eine Lederjacke trug.

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