Wirte geben Kampf gegen Rauchverbot nicht auf

Seit Anfang November ist Österreichs Gastronomie rauchfrei. Shishabar- und Disco-Betreiber blitzten vor dem Höchstgericht mit Klagen ab. Aufgeben wollen sie aber nicht.
"Das absolute Rauchverbot gibt es nicht", resümiert Stefan Ratzenberger, Pressesprecher der österreichischen Nachtgastronomen, im Gespräch mit "Heute". Zwar gilt seit dem 1. November 2019 das Verbot in Gastro-Betrieben, doch Ratzenberger verweist auf Ausnahmen für Casinos, Hotels und eine Shopping-Mall, in der Besucher weiterhin pofeln dürfen.

Das Wiener Marktamt hatte vom 1. November bis 31. Dezember 2019 5.205 Gastrobetriebe kontrolliert. Nur in 83 Fällen mussten Anzeigen wegen Rauchens erhoben werden – das entspricht einer Quote von nur 1,6 % der kontrollierten Betriebe.



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Ratzenberger kritisiert, dass die verschiedenen Bundesländer das Gesetz unterschiedlich streng kontrollieren: "In Wien greift das Marktamt hart durch, in den anderen Ländern geht man mit Augenmaß an die Sache heran."

Eine Beschwerde der Nachtgastronomen, also den Betreibern von Bars, Discos und Clubs, beim Verfassungsgerichtshof wurde abgeschmettert. Um weiterhin für ihre Anliegen einzutreten, haben die Wirte mit der Wirtschaftskammer eine Sonderstellung der Nachtgastronomie ausgehandelt.

Bei der WKO fungiert künftig Heinz Rüdiger Schimanko (Eden Bar) als Branchensprecher für die Nachtgastronomie, Franz Aibler (Kaktus Bar) übernimmt den Stellvertreter-Posten. Weitere Vorhaben gegen das aus Sicht der Wirte misslungene Rauchverbot sollen Ende Jänner vorgestellt werden.

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