Coach Xabi Alonso verkündete des Rätsels Lösung kurz vor Mitternacht. "Nein, nein", sagte der Trainer von Bayer Leverkusen und winkte ab – dass Florian Wirtz beim Gastspiel in Dortmund nicht in der Startelf stand, sei nicht auf eine Disziplinlosigkeit zurückzuführen. Im Gegenteil, der deutsche Nationalspieler sei unschuldig: "Er stand klassisch auf einer Kölner Brücke im Stau, die immer Probleme macht."
Wirtz und Exequiel Palacios verpassten dadurch sogar die Mannschaftsbesprechung, dann strich Alonso sie aus der Startelf. Der Trainer wollte keine Spieler aufbieten, die er nicht zuvor exakt taktisch eingewiesen hatte. Wirtz wechselte er in der 63. Minute ein, Palacios in der Schlussphase.
Zuvor gab es allerdings einige Aufregung, weil im Dortmunder Stadion unterschiedliche Leverkusen-Aufstellungen kursierten. In einem schnell wieder gelöschten Post der "Werkself" bei X war Wirtz noch in der Startelf aufgeführt.
Die Verwirrung schadete Deutschlands Meister beim Frühjahrs-Auftakt der Bundesliga aber nicht, Leverkusen setzte sich zum Start der 16. Runde mit 3:2 gegen die Schwarz-Gelben durch. Und das mit einem Blitzstart durch Treffer von Nathan Tella (1.) und Patrik Schick (8., 19.). Tore von Jamie Gittens (12.) und Serhou Guirassy per Elfmeter (79.) waren zu wenig für den BVB, bei dem ÖFB-Legionär Marcel Sabitzer in der 78. Spielminute aufs Feld kam.
Mit dem zehnten Saisonsieg rückte die "Werkself" bei einem Spiel mehr bis auf einen Zähler an Bayern München heran, der BVB ist nach der fünften Saisonniederlage mit 25 Zählern auf dem Konto Sechster, könnte am Samstag noch abrutschen.