Wintersport

WM-Drama: Was bei Goggia-Unfall wirklich passierte

Nach ihrem Unfall in Garmisch ist die Saison für Sofia Goggia gelaufen. Die Italienerin verpasst auch die am Montag beginnende Heim-WM in Cortina. 
Heute Redaktion
03.02.2021, 23:40

Vier von fünf Abfahrten in der laufenden Saison hat die 28-jährige Italienerin gewonnen. Goggia wäre so auch auf der Tofana die große Favoritin gewesen. Doch ein Sturz rund eine Woche vor den Titelkämpfen kostete der Speed-Spezialistin die Teilnahme an den Titelkämpfen im eigenen Land. Goggia brach sich den Schienbeinkopf. 

Der tragische Sturz passierte am Sonntag abseits der TV-Kameras. Nach der Absage des Super-G von Garmisch war Goggia auf einer Touristenpiste ins Tal gefahren. Nun wird immer klarer, was tatsächlich passierte. 

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Zu schnell unterwegs

Auf der "Olympia-Abfahrt" in Garmisch war die 28-Jährige jedenfalls neben die präparierte Piste gekommen, hatte bei dichtem Nebel einen Schneehaufen übersehen. Dabei sei die Italienerin schneller unterwegs gewesen, als zunächst angenommen, erzählte zumindest der "ARD"-Kommentator Bernd Schmelzer bei "WeLoveSnow". 

"Die Italienerinnen waren da insgesamt nach der Absage relativ schnell unterwegs. Es herrschte dichter Nebel und die Geschwindigkeit war dem nicht angepasst", erzählte der Kommentator nach Berichten von Augenzeugen. "Zusätzlich hatte sie ihren Athletenrucksak mit dabei und ein paar Ski auf den Schultern. Sie ist dann irgendwo hängen geblieben, hat sich mehrmals überschlagen", so Schmelzer weiter. Die Ski hätten sich nicht geöffnet, so sei es zur schweren Verletzung gekommen. 

Trotzdem sei Goggia noch glimpflich davongekommen. Der Schienbeinbruch sei weniger schlimm, als zunächst gedacht, berichten italienische Medien. Die 28-Jährige könne demnach bereits in sechs oder sieben Wochen die Ski wieder anschnallen. Das neue Ziel der Italienerin: Olympia 2022. 

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