WM-Heldin wegen Menschenhandel verhaftet

Svetlana Gnezdilov bei der Weltmeisterschaft 2013 in Frankreich.
Svetlana Gnezdilov bei der Weltmeisterschaft 2013 in Frankreich.Picturedesk
Eine ehemalige Weltklasse-Leichtathletin wurde wegen des Verdachts auf Menschenhandel verhaftet. Ihr droht eine lange Gefängnisstrafe.

Tiefer Fall einer einstigen Sport-Heldin! Svetlana Gnezdilov sitzt in Untersuchungshaft. Die ehemalige Siebenkämpferin wird beschuldigt, in Israel ein Bordellnetzwerk betrieben zu haben. Dabei soll sie junge Frauen zur Prostitution gezwungen haben. 

Gnezdilov muss sich in Tel Aviv wegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und Geldwäsche vor Gericht verantworten. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Im Falle einer Verurteilung könnte sie mehrere Jahre im Gefängnis verbringen. 

Laut Anklage soll sie junge Frauen aus dem Ausland nach Israel geholt haben. Dort sollen sie sechs Tage pro Woche bis zu 13 Stunden am Tag gearbeitet haben. Die Bezahlung: Für 40 Minuten erhielten die Frauen rund 65 Euro. Der Anteil von Gnezdilov soll 40 Euro betragen haben.

Die Angeklagte beteuert vor Gericht ihre Unschuld: "Ich weiß nicht, wo das alles herkommt. Ich hatte doch nur Gutes im Sinn. Ich bin eine gebildete Frau, die alles tut, um in Israel ein gutes Leben mit ihrer Tochter zu haben."

Gnezdilov trat für Israel bei Welt- und Europameisterschaften an. Das Olympia-Limit schaffte sie nicht. Sie hält bis heute den israelischen Landesrekord im Siebenkampf (6031 Punkte). Die gebürtige Ukrainerin wurde 1996 eingebürgert. 2008 beendete sie ihre Karriere.

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