Die neuen Trikots des Sportartikelherstellers Nike haben ein "Schulterproblem": Bei den jüngsten WM-Testspielen Frankreichs, Englands oder Uruguays sorgte eine Wölbung des Stoffes entlang der Schulternaht für Aufsehen. Der Guardian schrieb, dass Uruguays Spieler wie "Shredder", der Bösewicht bei den Teenage Mutant Ninja Turtles, ausgesehen hätten.
Auf Anfrage der britischen Zeitung räumte Nike den Fehler ein. "Während der letzten Länderspielpause haben wir ein kleines Problem mit unseren Nike-Nationaltrikot-Kits festgestellt, am auffälligsten im Bereich der Schulternaht", schrieb das Unternehmen: "Die Leistung ist nicht beeinträchtigt, aber die Gesamtästhetik ist nicht so, wie sie sein sollte." Man prüfe derzeit, was und ob etwas dagegen getan werden könne.
Laut Guardian soll sich Nike derzeit in Gesprächen mit Partnerverbänden und Zulieferern befinden. Die Behebung des Problems dürfte mit einem hohen Aufwand verbunden sein, zudem bleibt kaum noch Zeit bis zu dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli). Auch aufgrund der hohen Temperaturen wird bei der WM erstmals in den sogenannten "Aero-FIT"-Trikots von Nike gespielt, diese sollen eine spezielle Kühl-Technologie enthalten.
"Wir legen stets höchste Maßstäbe an uns und unsere Produkte an, und dieses Mal wurden wir diesen nicht gerecht", schrieb Nike in der Stellungnahme: Man arbeite unter "Hochdruck daran, dies für Spieler und Fans wiedergutzumachen, denn jedes Trikot sollte die Sorgfalt, Präzision und den Stolz widerspiegeln, die der Fußball verdient".
Neben den Turnier-Mitfavoriten Brasilien, Frankreich und England setzen auch Kroatien, Norwegen, Uruguay, die Niederlande, Südkorea, Kanada, Australien, die USA und Katar auf Nike.
Das ÖFB-Team ist nicht betroffen. Österreichs Stars werden von Puma ausgestattet. Die WM-Leiberl hielten den Stresstests gegen Ghana (5:1) und Südkorea (1:0) bei den Ländermatches in Wien zuletzt stand.