Nach Horror-Niederlagen

Klubchef von ÖFB-Trainer attackiert eigene Spieler

Bei den Grasshoppers brennt der Hut. Die Zürcher Traditionsmannschaft steckt tief in der Krise. Sportchef Alain Sutter schlägt Alarm.
Sport Heute
08.04.2026, 16:29
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1:5, 0:5, 0:4 – das sind keine Tennis-Ergebnisse, sondern die letzten Resultate der Grasshoppers und ÖFB-Trainer Gernot Messner. Dreimal in Folge wurde die Mannschaft regelrecht vorgeführt. Nach 32 Spieltagen halten die Zürcher gerade einmal bei 24 Punkten. So schlecht waren sie seit Einführung der Super League im Jahr 2003 noch nie.

Fünf Niederlagen am Stück, aber noch immer nicht Letzter – das grenzt fast an ein Wunder. Zu verdanken ist das nur der Tatsache, dass GC in dieser Saison phasenweise minimal besser war als Winterthur. Am letzten Spieltag vor dem Liga-Schnitt kommt es jetzt zum großen Abstiegsduell auf der Schützenwiese. So sieht GC-Sportchef Sutter die Lage mehr als nur düster.

"Spiel um alles oder nichts"

Nach der heftigen Niederlage gegen Sion gab es im Letzigrund eine Krisensitzung. Das gesamte Team, Cheftrainer Gernot Messner, er folgte auf ÖFB-Trainer Gerald Scheiblehner, und Sportchef Sutter waren dabei. Danach durfte kein Spieler mit den Medien sprechen – nur Sutter selbst erklärte, worum es ging.

"Wir haben beide etwas zu sagen gehabt nach diesem Spiel. Es ging darum, das eine oder andere anzusprechen, damit der Hinterletzte weiß, worum es geht", so Sutter.

Allen müsse klar sein: Es braucht jetzt eine ordentliche Leistungssteigerung. "Denn so, wie es in den letzten zwei Spielen ausgesehen hat, reicht es nicht." Das Duell gegen Winterthur sei ein "Spiel um alles oder nichts", betont Sutter – auch wenn GC noch fünf Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht hat.

Keine Ausreden für die Spieler

Der Auftritt gegen Sion hat Sutter schwer enttäuscht. "Die Mannschaft hat sich nach dem 0:2 wirklich aufgegeben. Die Zweikämpfe nicht mehr gewonnen, nicht mehr die letzten Meter noch gemacht, die es gebraucht hätte. Das geht nicht, dass du dich dann so abschlachten lässt."

Die Grasshoppers hätten sich nicht gegen die Niederlage gewehrt – ein grundsätzliches Problem, meint Sutter. Die Verantwortung sieht er klar bei den Spielern, nicht beim Trainer. Die vielen Gegentore seien "ein klares Zeichen, dass es nicht am Trainer liegt, sondern dass es daran liegt, dass die Spieler ihre defensive Verantwortung nicht voll wahrnehmen".

"Winterthur will uns auffressen"

Wie soll diese angeschlagene Mannschaft gegen Winterthur bestehen? Diese Frage stellen sich nicht nur die Fans, sondern auch die Verantwortlichen in Niederhasli. Um am Samstag überhaupt eine Chance zu haben, braucht es die richtige Einstellung. "Winterthur ist bereit, obwohl sie auch nicht jedes Spiel gewonnen haben. Sie haben gut gespielt und sind sehr stabil. Sie wollen uns auffressen. Da wird einiges auf uns zukommen, und wir müssen bereit sein", analysiert Sutter.

Sutter legt nach: "Winterthur ist für mich der klare Favorit. Und wenn wir so spielen, wie wir jetzt spielen, und sie so, wie sie jetzt gespielt haben, werden wir keine Chance haben." Aus Sicht der Grasshoppers bleibt nur zu hoffen, dass die deutlichen Worte des Sportchefs endlich Wirkung zeigen – und nicht, wie schon so oft, einfach verpuffen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.04.2026, 16:34, 08.04.2026, 16:29
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