Der 2:1-Auswärtssieg der Bayern bei Real Madrid im Bernabéu hatte aus Münchner Sicht noch ein brisantes Nachspiel. In der Nachspielzeit kam es zu einer umstrittenen Szene im Strafraum der Königlichen, die für großen Ärger sorgte.
In der 94. Minute verlängerte Harry Kane einen Freistoß von Joshua Kimmich auf Michael Olise, der hinter die Abwehr gestartet war. Der Franzose nahm den Ball mit der Brust an, als ihn Linksverteidiger Álvaro Carreras von hinten stieß. Der Kontakt brachte Olise ins Straucheln und anschließend zu Fall. Olise sprang sofort wütend wieder auf und reklamierte, doch Schiedsrichter Michael Oliver ließ weiterspielen. Kurz darauf beendete der Engländer die Partie, nachdem er über die gesamte Spielzeit hinweg eine großzügige Linie gezeigt hatte.
Auch nach dem Schlusspfiff war Olise deutlich anzusehen, wie sehr ihn die Szene beschäftigte. Im Gespräch mit dem Schiedsrichter schüttelte er mehrfach den Kopf und zeigte sich sichtlich verärgert.
Doch nicht nur die Bayern haderten mit den Entscheidungen. Auch auf Seiten von Real Madrid sorgten mehrere Szenen für Unmut. Bereits in der 36. Minute sah Aurélien Tchouaméni die Gelbe Karte. Es war seine dritte im laufenden Bewerb, womit er für das Rückspiel gesperrt ist.
Nach der Partie zeigte sich Arbeloa verärgert: "Das ist ein bitterer Ausfall bei einer Karte, bei der ich nicht weiß, was der Schiedsrichter gesehen hat." Auch eine weitere Entscheidung sorgte für Diskussionen. In der zweiten Halbzeit traf Jonathan Tah Kylian Mbappé unsanft am Knöchel, sah dafür jedoch nur die gelbe Karte. Auch das stieß bei den Madrilenen auf Unverständnis. Nichtsdestotrotz ist nach wie vor alles offen. Die Entscheidung fällt nun im Rückspiel. Dieses steigt am kommenden Mittwoch in der Allianz Arena.