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WM-Skandal? Schiri wird Rassismus-Geste vorgeworfen

Zeigte Schiedsrichter Shaun Evans im VAR-Studio eine rechtsextreme Geste? Gegen den WM-Referee läuft nun eine Untersuchung.
Sport Heute
15.06.2026, 09:22
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Während Deutschlands 7:1-Sieg gegen Curaçao bei der Klub-WM sorgt eine Szene abseits des Rasens für Aufregung. Ein Video-Schiedsrichter steht im Verdacht, während einer TV-Einblendung ein rechtsextremes Symbol gezeigt zu haben.

Als die Kameras während der Live-Übertragung in das VAR-Studio schalteten, war der australische Referee Shaun Evans zu sehen. Dabei soll er eine Handgeste gemacht haben, die von Kritikern als sogenanntes "White Power"-Zeichen interpretiert wird.

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Die Geste, bei der Daumen und Zeigefinger einen Kreis bilden, gilt traditionell als "OK"-Zeichen. In den vergangenen Jahren wurde sie jedoch auch von rechtsextremen Gruppen verwendet. Dabei sollen die ausgestreckten Finger ein "W" für "White" darstellen, während Daumen und Zeigefinger ein "P" für "Power" bilden.

Die Anti-Diskriminierungsorganisation Fare Network reagierte mit scharfer Kritik. In einer Stellungnahme hieß es, die Geste ähnele klar dem in rechtsextremen Kreisen verwendeten Symbol. Man stelle sich die Frage, warum ein VAR-Offizieller genau in dem Moment ein solches Zeichen verwende, als die Kameras auf ihn gerichtet waren.

Der Weltverband FIFA bestätigte laut mehreren Medienberichten, über den Vorfall informiert zu sein. Eine weitere Stellungnahme gab es zunächst nicht. Auch vom betroffenen Schiedsrichter lag vorerst keine Erklärung vor.

Allerdings gibt es bei der Bewertung des Handzeichens seit Jahren Diskussionen. Die US-Organisation Anti-Defamation League (ADL) führt das Symbol zwar als mögliches Hasszeichen, warnt aber ausdrücklich davor, vorschnell auf die Absicht einer Person zu schließen. Die Geste werde nach wie vor häufig in ihrer ursprünglichen Bedeutung als "OK"-Zeichen verwendet.

In sozialen Netzwerken wird der Vorfall dennoch intensiv diskutiert. User weisen auch auf die Möglichkeit eines verbreiteten Kinderspiels hin – hierzulande auch unter "Schnapperl" bekannt. Wer ins "Schnapperl" schaut, also in den Fingerkreis, dem darf das Gegenüber auf den Oberarm boxen.

Ob die FIFA Ermittlungen aufnimmt oder Konsequenzen zieht, ist derzeit offen.

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