Der Gründonnerstag steht in enger Verbindung mit der Osterzeit und ist ein wichtiger Tag in der Karwoche. Am Abend dieses Tages wurde Jesus Christus von Judas Iskariot verraten, nachdem er mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl gefeiert hatte.
Doch woher stammt der Name eigentlich? Der Begriff hat auf den ersten Blick nichts mit der Farbe Grün zu tun.
Wie chip.de berichtet, gibt es mehrere Theorien zur Namensherkunft. Eine führt den Namen auf das mittelhochdeutsche Wort "grînen" zurück, was so viel wie "weinen" oder "klagen" bedeutet. Der Verrat an Jesus löste schließlich viel Trauer aus.
Eine weitere Erklärung verweist auf das lateinische Wort "virides" - also "die Grünen". Im Mittelalter wurden damit Büßer bezeichnet, die nach der Fastenzeit wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden. Grün steht in der Liturgie für Erneuerung und Reinheit.
Schließlich könnte der Name auch von einem alten Brauch stammen, an diesem Tag grünes Gemüse und frische Frühlingskräuter zu essen. Noch heute ist es in vielen Familien Tradition, am Gründonnerstag Spinat oder andere grüne Speisen zu verzehren.
Im Gegensatz zu Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag ist der Gründonnerstag in Österreich und Deutschland kein gesetzlicher Feiertag. In einigen anderen Ländern wie Dänemark, Norwegen oder Island haben Arbeitnehmer aber frei.