Kurz vor Beginn des neuen Studienjahres sind besonders viele Menschen auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Genau diese Situation könnten Betrüger ausnutzen.
Die Arbeiterkammer Tirol warnt jetzt vor gefälschten Wohnungsinseraten. Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn eine Wohnung in guter Lage auffällig günstig angeboten wird.
"Daher sollte man kritische Fragen stellen, wenn es berechtigte Zweifel an den Angaben in der Wohnungsanzeige gibt", sagt Markus Kröll, Leiter der Abteilung Miet- und Wohnrecht bei der Arbeiterkammer dem ORF.
Besonders wichtig: Bevor Du eine Kaution oder anderes Geld überweist, solltest Du das Inserat genau prüfen. Auch Angebote auf bekannten Immobilienplattformen sind nicht automatisch seriös. Laut AK können Anzeigen dort anonym und kostenlos geschaltet werden.
Wer unsicher ist, kann sich an die Miet- und Wohnrechtabteilung der Arbeiterkammer wenden.
"Im Zweifel kann auch die Miet- und Wohnrechtabteilung der Arbeiterkammer kostenfrei kontaktiert werden. Wir können diese Angebote prüfen und aufgrund unserer Erfahrungswerte Tipps geben, ob es seriös ist oder nicht", so Markus Kröll laut ORF.
Kurz vor Studienbeginn ist die Nachfrage nach Wohnungen besonders groß. Kröll im ORF: "Und da wäre es natürlich logisch, dass Betrüger diese Phase ausnutzen, um junge Studierende zu täuschen - vor allem jene, die jetzt erst suchen und nicht schon einen Mietvertrag unterschrieben haben."
Besonders im Fokus steht Innsbruck. Aufgrund der Größe der Stadt und der vielen Wohnungssuchenden ist die Gefahr dort laut Arbeiterkammer besonders relevant.
Entwarnung gibt es aber auch außerhalb der Stadt nicht. Gefälschte Inserate können ebenso für Wohnungen in ländlichen Regionen auftauchen. Wer bei Preis, Angaben oder Anbieter Zweifel hat, sollte deshalb genau hinschauen - und vor einer Überweisung offene Fragen klären.