Politik

Wolf: „Putin ist kein großer Small Talker"

Heute Redaktion
13.09.2021, 20:30

Eine kleine Sensation im ORF: Russlands Präsident Wladimir Putin gab ZiB2-Anchor Armin Wolf eines seiner raren Interviews mit ausländischen Sendern.

„In Wahrheit habe ich gar nichts dafür getan." Das schreibt Armin Wolf im Blog-Eintrag, in dem er erklärt, wie es zum Interview mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kam. ORF-Moskau-Korrespondentin Carola Schneider hatte – wie auch früher schon mehrfach – um ein Gespräch angefragt. Entgegen der eigenen Erwartungen, sollten ihre Bemühungen allerdings diesmal von Erfolg gekrönt sein.

Putin-Interview nur für „Hauptabend-Moderator"

Die Bedingungen des Kreml: Das Interview müsse ein „Hauptabend-Moderator" führen, 30 bis 40 Minuten Gesprächszeit, mindestens 15 davon in der Prime Time ausgestrahlt.

Der ORF entschied sich für Wolf als Interviewer. Vergangenen Freitag war es soweit. Starten sollte das Gespräch um 18 Uhr. Doch Putin ist nie pünktlich. Tatsächlicher Beginn: 21.45 Uhr. 40 Menschen im „Wintergarten" des Präsidentenpalastes, drei ORF- und gleich sechs (!) Kameras des russischen Staatsfernsehens aufgebaut.

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Wolf überrascht: "Putin überraschend leise"

„Wladimir Putin ist kein großer Small Talker, die Begrüßung auf Deutsch sehr freundlich, aber knapp. Seine Stimme ist überraschend leise", schildert Wolf. Und wie ist er so als Interviewpartner? „Hochkonzentriert, ausführlich, wehrt sich gegen jede Unterbrechung, fragt zurück, wird manchmal spöttisch und weist jeden Vorwurf zurück."

Letztlich dauert das Interview 52 Minuten – und klärt auch die Frage, wieso es so viele Putin-Fotos mit nacktem Oberkörper gibt. (mat)

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