Dicke Luft zwischen Mercedes und Red Bull nach dem Grand Prix in Katar! Mercedes-Talent Andrea Kimi Antonelli wurde nach dem Rennen von Red Bull scharf attackiert. Der Vorwurf: Er soll Lando Norris absichtlich vorbeigelassen und damit dem WM-Leader zum vierten Platz verholfen haben. Nach Ansicht der Bullen hat der Italiener damit den WM-Kampf beeinflusst.
Für Aufregung sorgte ein Funkspruch von Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase: "Keine Ahnung, was da bei Antonelli los war. Sah aus, als wäre er an die Seite gefahren und hätte Norris vorbeigelassen." Was zunächst wie eine Beobachtung klang, wurde später zur harten Anschuldigung: Helmut Marko sagte, Antonelli habe Norris "zwei Mal mehr oder weniger durchgewunken". Auf Nachfrage legte der Red-Bull-Berater nach: "Das war so offensichtlich."
Für Mercedes-Teamchef Toto Wolff ist das eine völlig absurde Unterstellung. Er ließ die Aussagen nicht auf sich sitzen und schoss zurück. "Wir kämpfen um Platz zwei in der Meisterschaft, was für uns wichtig ist. Kimi kämpft um den dritten Platz. Wie hirnlos muss man sein, um so etwas überhaupt zu behaupten?", reagierte der sichtlich verärgerte Österreicher fassungslos.
Der 53-Jährige legte nach. "Ach bitte, Helmut! Helmut! Das ist völliger Unsinn und es haut mich um, so etwas überhaupt zu hören", polterte Wolff über seinen Landsmann bei "Sky".
"Und es nervt mich, weil ich vom Rennen selbst genervt bin, wie es gelaufen ist. Ich bin genervt wegen des Fehlers am Ende. Ich bin genervt wegen anderer Fehler. Und dann so einen Blödsinn zu hören, haut mich wirklich um", so der Mercedes-Teamchef, der weiter meinte: "Warum sollten wir überhaupt daran denken, in eine Fahrermeisterschaft einzugreifen? Man muss sich echt hinterfragen, wenn man überall Gespenster sieht."