"Das wird den Sport am Ende ruinieren. Dieses Reglement wird den Leuten noch auf die Füße fallen." Max Verstappen hat nach dem Grand Prix von China, bei dem er nicht ins Ziel kam, seine Kritik an der aktuellen Formel 1 erneuert. "Es geht nicht darum, dass ich sauer bin, weil ich hier als Ausgefallener stehe. Aber für mich ist das alles ein Witz."
Verstappen hat im aktuellen Red-Bull-Boliden keine Chance. "Ich meine, Max steckt wirklich in einer Horror-Show", fühlt sogar Mercedes-Boss Toto Wolff mit dem Niederländer.
Der Wiener hat freilich gut lachen – sein Rennstall hat aktuell die mit Abstand schnellsten Autos. Wolff findet Verstappens Pauschal-Kritik am neuen Regelwerk daher für überzogen. "Aus Unterhaltungssicht war das Duell zwischen Ferrari und Mercedes ein gutes Rennen - mit vielen Überholmanövern."
Wolff weiter: "Wir alle haben die Formel 1 noch miterlebt, als es buchstäblich keine Überholmanöver gab. Manchmal sind wir etwas zu nostalgisch, was die guten alten Zeiten angeht, aber ich denke, das Produkt an sich ist gut."
Der Mercedes-Chef ist überzeugt, dass Verstappen anders denken würde, wenn er sich in die Rolle eines Fans hineinversetzt. "Wenn man vor dem Fernseher oder Bildschirm sitzt, würde selbst Max sagen, dass das Rennen an der Spitze interessant war. Alle Daten zeigen, dass die Fans es lieben. Wenn man sich die Begeisterung live vor Ort ansieht, den Jubel bei Überholmanövern und auch die Reaktionen in den sozialen Medien, dann ist klar: Die jüngeren Fans, die überwiegende Mehrheit aller Altersgruppen, findet den Sport momentan großartig."
Der nächste Grand Prix steigt am 29. März in Suzuka (Jap). Die danach geplanten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien wurden aus Sicherheitsgründen gestrichen.