Wolff feierte erst am Sonntag einen perfekten Saisonstart mit Mercedes. George Russell führte im Grand Prix von Australien einen Doppelsieg der "Silberpfeile" vor seinem Teamkollegen Andrea Kimi Antonelli an – Mercedes galt als Favorit im ersten Jahr des neuen Motoren-Regelwerks und wurde dieser Favoritenrolle gerecht.
Horner musste den Saisonauftakt derweil vor dem TV-Bildschirm mitverfolgen. Der Brite wurde im Juli 2025 als Red-Bull-Teamchef abgesetzt, nachdem Horner das österreichische Formel-1-Team 20 Jahre lang angeführt hatte. Der Brite will aber freilich zurück in die Motorsport-"Königsklasse" und bastelt eifrig an seiner Rückkehr.
Es ist schon länger bekannt, dass der mittlerweile 52-Jährige versucht, Anteile an einem Rennstall zu erwerben und dann als CEO in die Formel 1 zurückzukehren. Dies wolle Horner, um nicht – wie zuletzt bei den Bullen – einfach abgesetzt werden zu können. Und hier ist sein Dauer-Rivale Wolff das Vorbild. Der Wiener hält Anteile am Mercedes-Rennstall, fungiert auch als Teamchef. Bei Red Bull hatte Horner diese Möglichkeiten freilich nie.
Stattdessen soll der Brite einen Einstieg bei Alpine planen. Gemeinsam mit einem Konsortium soll Horner interessiert sein, 24 Prozent der Teamanteile zu übernehmen. Diese gehören aktuell Otro Capital, unterstützt von Hollywood-Star Ryan Reynolds oder den Football-Giganten Patrick Mahomes und Travis Kelce. Horner soll bereits mit Flavio Briatore, dem mächtigen Mann bei Alpine, über den Einstieg verhandelt haben. Ein Verkauf der 24 Prozent sei frühestens im September möglich.
Doch hier könnte nun Wolff mitmischen. Nicht nur, weil der ehemalige Renault-Werksrennstall nun mit Mercedes-Motoren unterwegs ist. Der Wiener soll laut "Telegraph" auch Interesse bekundet haben, die Anteile von Otro Capital zu erwerben. "Mercedes ist überraschend als Bieter für die Beteiligung, die auch Christian Horner im Visier hat, bei Alpine aufgetaucht", heißt es in dem Bericht. Wolff könnte also zum Spielverderber für Horner werden.
Mercedes sicherte zu, Alpine bis 2030 mit Motoren zu versorgen. Eine engere Zusammenarbeit scheint denkbar. Und ein Einstieg der "Silberpfeile" würde das Aus für die Horner-Pläne bedeuten.