Dabei hatte Sturm-Angreifer Szymon Wlodarczyk die Steirer nach einer mauen Anfangsphase in der 29. Minute in Front gebracht, ehe die 22-jährige Brentford-Leihgabe Michael Olakigbe noch vor der Pause ausglich (42.), damit den Wattenern einen Punkt brachte. Auch, weil Giza Mamageishvili nur die Stange traf (73.), Referee Stefan Ebner einen falschen Elfmeterpfiff nach Studium der TV-Bilder zurückgenommen hatte (77.).
Für Sturm setzte es im vierten Saisonspiel nicht nur den ersten Gegentreffer, sondern auch den ersten Punkteverlust. Schon am Mittwoch geht es in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation gegen Fenerbahce Istanbul weiter. Während die Wattener ein Ausrufezeichen setzten.
20 Minuten lang tat sich wenig auf dem Innsbrucker Tivoli, ehe der maue Sommerkick noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen hatte. Und die Gastgeber sogar die Führung durch Lukas Hinterseer vergaben, der Kapitän den Ball am langen Eck vorbeirollte. (22.). Auf der Gegenseite zappelte der Ball in der 29. Minute dann aber im Netz, hatte Wlodarczyk getroffen – 1:0. Kapitän Jon Gorenc Stankovic fand mit einem weiten Wechselpass. Emran Soglo auf der linken Seite, der legte dann für den polnischen Stürmer quer.
Die Antwort der Tiroler folgte beinahe postwendend durch Nikolai Baden Frederiksen, der seinen Kopfball aber knapp drübersetzte (31.). Zuvor hatte sich Daniil Khudyakov im Tor der Grazer verschätzt (31.). In der 42. Minute zappelte der Ball dann im Netz der Grazer, hatte Olakigbe sein Können aufgezeigt und eingeschossen – 1:1. Bitter für Sturm: Die Steirer waren gerade in Unterzahl, nachdem Kapitän Stankovic behandelt werden musste. Auf der Gegenseite hätte Simon Seidl beinahe von einem Fehler von David Kubatta profitiert, scheiterte an Salko Hamzic im Tor der Tiroler (45+1.).
Ähnlich flott setzte sich die Partie nach dem Wiederanpfiff fort. Auch, weil der Regen aus Halbzeit eins aufgehört hatte. So knallte zunächst Baden Frederiksen den Ball drüber (53.), der Lattentreffer von Sturms Jakob Peter Hödl (55.) war nach einem Abseits in der Entstehung aber hinfällig. Und der Kopfball von Sturm-Verteidiger Albert Vallci segelte am Tor der Tiroler vorbei (65.) – da wäre wohl wieder auf Abseits entschieden worden.
Sturm wurde in den letzten Minuten dann drückender, scheiterte ein zweites Mal am Aluminium – Giza Mamageishvili hatte nur die Stange getroffen (73.), diesmal hätte der Treffer allerdings gezählt. Referee Ebner nahm dann auch einen zunächst fälschlicherweise nach einem vermeintlichen Handspiel von Ademola Ola-Adebomi verhängten Elfmeter gegen die WSG wieder zurück (77.). Axel Kayombo rollte den Ball dann knapp am Tor vorbei (79.). Hamzic hielt dann gegen Seidl (90+1.) und Mamageishvili (90+4.) den Punkt fest.