Zweifach-Killer glaubt, "von Gott gesandt" zu sein

Jamal Ali A., der im Vorjahr einen Landwirt und einen Rot-Kreuz-Helfer erstochen haben soll, war zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Das sagt ein Gutachten.

Nach dem Doppelmord im oö. Mühlviertel ist nun das Gutachten von Psychiaterin Adelheid Kastner bei der Staatsanwaltschaft Linz eingegangen.

Kastner bescheinigt dem verdächtigen Jamal Ali A. (33; wird von Top-Anwältin Astrid Wagner vertreten), der im Oktober des Vorjahres den Rot-Kreuz-Helfer David N. (32) und den Landwirt Franz G. (63) in Wullowitz (Bez. Freistadt) erstochen haben soll, Zurechnungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt.

"Heute" liegen die wichtigsten Auszüge aus dem Gutachten vor:

- bei Jamal Ali A. handle es sich um "einen religiös gefärbten Wahn, der ihm selbst die Position eines privilegierten Erleuchteten verleiht".

- dieser Wahn sei als eine Reaktion auf eine als "erniedrigend und nachteilig empfundene Lebenssituation zu interpretieren".

- der Verdächtige glaube, er sei "von Gott auserwählt" worden und verfüge über "ganz spezifische Informationen und Kenntnisse".

Diese "Wahnerkrankung" war aber laut Gutachten für die Taten "weder ursächlich noch wesentlich". Deshalb sei Jamal Ali A. zurechnungsfähig.

Jamal Ali A. war vor der mutmaßlichen Tat im Oktober bereits einmal aufgefallen. Er drehte in einer Fahrschule in Freistadt durch – ein Video davon sorgte bundesweit für Schlagzeilen.

Hier das Video:

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