Es war eine heikle Situation. Die Lawinengefahr war offiziell als "mäßig" eingestuft, das ist die Warnstufe 2. Also eigentlich sollten Lawinen nur an sehr steilen Hängen abgehen, größere spontane Abgänge sollten kaum vorkommen.
Dennoch: Montagvormittag geschah das Unglück in den Lechtaler Alpen in Kaisers im Außerfern. Der sofortige Einsatz gestaltete sich schwierig, da es im betroffenen Tal äußerst schlechten Empfang gab.
Zwei Notarzthubschrauber, ein Polizeihubschrauber sowie mehrere Bergrettungen und Hundeführer waren bei der Bergung im Einsatz. Am Montag herrschte im betroffenen Gebiet über der Waldgrenze Lawinenwarnstufe zwei auf der fünfteiligen Skala und damit nur mäßige Gefahr.
Der Mann wurde ausgegraben und ins Bezirkskrankenhaus Zams geflogen. Er hatte großes Glück: Die Lawinenwarnstufe 2 ist schuld an etwa 30 % aller Todesopfer (laut Lawinen Report).