Politik

Wut-Auftritt von Grasser-Anwalt: "Prozess abwürgen"

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:32

Rechtsanwalt Manfred Ainedter übt weiter heftige Kritik an der Anklage der Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft gegen seinen Mandanten, Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Bei seinem Wut-Auftritt in der ZiB2 bei Armin Wolf sprach er von "Schwachsinn". Grasser werde "natürlich" auf unschuldig plädieren.

Rechtsanwalt Manfred Ainedter übt weiter heftige Kritik an der Anklage der Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft gegen seinen Mandanten, Ex-Finanzminister . Bei seinem Wut-Auftritt in der ZiB2 bei Armin Wolf sprach er von "Schwachsinn".

Grasser werde "natürlich" auf unschuldig plädieren, so Ainedter weiter. Sein Mandant wusste nichts von der 200.000-Euro-Provision für den Linzer Tower, er habe damit nichts zu tun und Grasser habe nie ein Geld dafür bekommen. 

"Wenn man sich die Anklage anschaut, dann kommt man schon nach 88 von 825 Seiten darauf, was für ein Schwachsinn hier steht", führte Ainedter aus. 

Den Vorwurf der Verzögerung wegen des angekündigten Einspruchs gegen die Korruptionsanklage ließ Ainedter nicht gelten. "Nach 7 Jahren gelinde gesagt ist es schon wurscht", meinte er. "Und man muss trotzdem versuchen, diesen Prozess abzuwürgen, indem der Anklage keine Folge gegeben wird".

Er will das Höchstgericht bemühen.

Ainedter weiter: "Es gibt das Rechtsinstitut des Einspruchs. Das geht sich natürlich in 14 Tagen seriöserweise unmöglich aus, daher werden wir versuchen, eine Gesetzesänderung herbeizuführen und zum Verfassungsgerichtshof gehen, der eine Verlängerung dieser Einspruchsfrist anordnen soll".

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